SP-Peschek: "Wir müssen die Sorgen der Jungendlichen ernst nehmen!"

Wien (OTS/SPW-K) - Als mehr als alarmierend wertet der Jugendsprecher der SPÖ Wien, Gemeinderat Christoph Peschek die gestern veröffentlichte Jugendwertestudie 2011 des Instituts für Jugendkulturforschung: "Wie die Studie zeigt, ist den Jugendlichen zwischen 14 und 29 Jahren die eigene Tätigkeit wie die Schule, die Ausbildung, Arbeit und Weiterbildung sehr wichtig - genau hier sind sie aber auch mit großen Ängsten konfrontiert und stehen unter enormem Druck. Deshalb sind Schule, Ausbildner und die Betriebe gefordert, hier gegenzusteuern", fordert Peschek.

Bildungsreform und mehr Ausbildungsqualität

Ein wichtiger Schritt sei eine umfassende Bildungsreform, um Stärken zu stärken und Schwächen zu schwächen: "Wir brauchen ein modernes Schulsystem mit einer gemeinsamen, ganztägigen Schule", so der SP-Jugendsprecher und erklärt weiter "Studiengebühren wären eine weitere Verschärfung der ohnehin schon schwierigen Situation der Jugendlichen und werden von uns daher strikt abgelehnt." Mehr individuelle Betreuung und Förderung sei das Gebot der Stunde:
Bereits in der Schule solle die Entwicklung von Autonomie und Selbstverwirklichung der Jungendlichen gefördert werden: "Ein wichtiger Schritt dafür ist das verpflichtende Unterrichtsfach Bildungs- und Berufsorientierung in der 7. und 8. Schulstufe und in den Oberstufenschulen. Außerdem soll auch das Nachholen von Lehrabschlüssen und der Matura kostenlos sein, denn jeder Jugendliche, der einen Abschluss nicht beim ersten Anlauf schafft, soll eine zweite Chance bekommen", so Peschek.

Betreffend der betrieblichen Lehrausbildung fordert Peschek mehr Qualität ein: 30 Prozent der Lehrlinge seien mit ihrer Ausbildung nicht zufrieden. "Viele vermissen die Menschen- und Persönlichkeitsbildung im Zuge der Ausbildung und fordern vollkommen zu Recht ein Abrücken von der alleinigen Vermittlung von Fachwissen", fasst Peschek zusammen. Ein gesetzliches Qualitätsmanagement, verpflichtende betriebliche Ausbildungspläne und Weiterbildung der Ausbildner und externe Qualitätskontrollen seien daher dringend notwendig. "Wir müssen die Sorgen und Bedürfnisse der Jugendlichen ernst nehmen und ihnen konkrete Lösungen anbieten. Jeder Jugendliche soll unabhängig von seiner Herkunft die besten Chancen auf Bildung haben. Und er soll die Möglichkeit haben, seinen Wunschberuf zu ergreifen und zufrieden mit seiner Ausbildung oder Job zu sein", so Peschek abschließend. (Schluss)

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