Wirtschaft zu Weltnichtrauchertag: Prävention statt einseitige Betrachtungsweise

WKÖ-Hinterleitner: Aufklärung verstärken, damit weniger Jugendliche zu Rauchern werden

Wien (OTS/PWK353) - . Anlässlich des von der WHO ins Leben gerufenen jährlichen Weltnichtrauchertages hat die Krebshilfe wieder eine Umfrage durchgeführt. Das Ergebnis, wonach der Raucheranteil in Österreich bei 33 % liegt, ist kein Grund zur Freude, jedoch nichts Neues.

"Daraus jedoch einseitige Schuldzuweisungen an die Gastronomie abzuleiten, geht vollkommen an der Realität vorbei", stellt Helmut Hinterleitner, Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), klar.
Einseitige Patentrezepte wie etwa jene der selbsternannten Rauchersheriffs Erlacher und Rockenbauer, die den Umstand, dass Österreicher rauchen, auf zu laxen Gesetzesvollzug in der Gastronomie zurückführen, weist Hinterleitner klar zurück. "Dadurch entsteht in der Öffentlichkeit ein völlig falsches Bild der Realität."

Tatsache sei, dass von den immer wieder kolportierten tausenden Anzeigen in der Gastronomie die absolute Mehrzahl auf das Konto dieser beiden Herren geht. Die Anzeigen erfolgten anonym und teilweise mit sehr eigenwilliger Auslegung des Tabakgesetzes. Insofern sei es nicht verwunderlich, wenn viele dieser Verfahren in weiterer Folge eingestellt würden, so der Obmann. Nur in wenigen Fällen würden tatsächlich Verwaltungsstrafen verhängt. Die Behörden selbst führen darüber keine Statistik.

Hinterleitner: "Dass es nach wie vor einige Unbelehrbare gibt, wollen wir nicht in Abrede stellen. Dies ist jedoch kein Grund, das Gesetz insgesamt in Frage zu stellen. Schließlich wird auch das Autofahren nicht verboten, weil sich einige beharrlich nicht an Tempolimits halten."

Österreicher mit Lösungen der Gastronomie zufrieden
Tatsache ist, dass sich die Umsetzung des Tabakgesetzes in der Gastronomie in den letzten Jahren stetig verbessert hat. Dies ist anhand von unabhängigen Studien des Marktforschungsinstituts Market eindeutig belegt. Die Gastronomie bemüht sich, allen Kundenwünschen gerecht zu werden und bietet mittlerweile - mit kompletten Nichtraucherlokalen, Raucherlokalen und Mischbetrieben - sowohl für Nichtraucher als auch für Raucher geeignete Räumlichkeiten an. Dies sieht auch die überwiegende Mehrheit der österreichischen Bevölkerung so. Zwei Drittel ziehen die österreichische Lösung einem totalen Rauchverbot in der Gastronomie vor.

Tatsache ist weiters: Was die Frage der Raucherprävention anbelangt, sei die Gastronomie in Wirklichkeit ein kleiner Nebenschauplatz, betont der Obmann. Es sei daher nicht verhältnismäßig, die öffentliche Diskussion auf diesen Bereich fokussieren zu wollen.

"Um den Raucheranteil vor allem bei jungen Menschen zu reduzieren, sind Maßnahmen im Bereich der Prävention anstatt noch strengere Rauchergesetze in der Gastronomie notwendig. Ob jemand zum Raucher wird, entscheidet sich bereits viel früher. Hier ist vor allem das Elternhaus im Sinne der Vorbildwirkung stärker in die Pflicht zu nehmen", so Hinterleitner abschließend. (PM)

Rückfragen & Kontakt:

Fachverband Gastronomie
Dr. Thomas Wolf (Geschäftsführer)
Tel: 05 90 900 - 3560
gastronomie@wko.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0002