Schwentner: Weniger Chefinnen im Bundesdienst als im EU-Schnitt

Grüne fordern anonymisierte Auswahlverfahren

Wien (OTS) - "Es ist zwar erfreulich, dass der Frauenanteil im Bundesdienst auf allen Ebenen steigt, von Halbe/Halbe ist der öffentliche Dienst jedoch noch weit entfernt. Auch im EU-Vergleich ist Österreich kein Vorzeigebeispiel. Es braucht daher anonymisierte Bewerbungsverfahren im öffentlichen Dienst, damit der Benachteiligung von Frauen bei den Stellenbesetzungen ein Riegel vorgeschoben wird", fordert Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen, anlässlich der heutigen Präsentation des Bundes-Gleichbehandlungsberichts im Ministerrat. Im Vergleich liegt Österreich beim Frauenanteil in den Top-Positionen in der öffentlichen Verwaltung mit einem knappen Viertel noch deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 30 Prozent.

Nach wie vor ist die Diskriminierung von Frauen beim beruflichen Aufstieg einer der Hauptgründe für eine Beschwerde bei der Bundes-Gleichbehandlungskommission. Allein im Jahr 2011 kam die Bundes-Gleichbehandlungskommission in sechs Fällen zu dem Ergebnis, dass eine Diskriminierung beim beruflichen Aufstieg aufgrund des Geschlechts vorlag. In allen sechs Fällen handelte es sich um Frauen. Nachzulesen ist dies auf der Homepage der Bundes-Gleichbehandlungskommission, wo die Gutachten veröffentlicht werden. "Frauenministerin Heinisch-Hosek sollte mit gutem Beispiel vorangehen und daran arbeiten, die Auswahlverfahren transparenter zu gestalten. Anonyme Auswahlverfahren und transparent gewichtete Auswahlkriterien würden die Objektivität bei der Stellenbesetzung erhöhen", meint Judith Schwentner.

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