FPÖ-Podgorschek zur aktuellen EU-Diskussion zum Thema Wachstumsstrategien

Die Eurozone ist zu trennen, und zwar umgehend! "Keynesianischer Dopaminschuss" nicht für alle Staaten gleich gut verträglich

Wien (OTS) - Abgesehen davon, dass es noch keine schlüssige
Theorie gebe, welche Faktoren in welchem Ausmaß überhaupt Einfluss auf das Wachstum haben und ob sich diese Faktoren und ihr Einfluss immer konstant verhalten oder etwa mit dem Entwicklungsstatus oder dem demografischen Unterbau einer Volkswirtschaft variieren, offenbart sich dahingehend sofort wieder die Doppelgesichtigkeit der derzeitigen Eurozone, so heute FPÖ-Finanzsprecher NAbg. Elmar Podgorschek.

Seitens der FPÖ werde nicht bestritten, dass es für manche Staaten zurzeit sinnvoll wäre, über keynesianische Maßnahmen Wachstum schon rein nominell anzukurbeln, hält Podgorschek fest. Diese - vom Thema allerdings abweichende - Diskussion führe schlussendlich aber zu der Frage, ab wann man überhaupt einer keynesianischen Situation gegenüber stehe. Und das gelte aber eben auch nicht für alle. "Während das tief in der Depression gefangene Griechenland tatsächlich einen keynesianischen Dopaminschuss vertragen könnte -wenngleich bitte auf eigene Rechnung und nicht auf unsere! - ist für Österreich tatsächlich eine konsolidierende Restrukturierungspolitik angesagt, einfach weil wir die Stärke dazu und die Potenzialreserven - Stichwort Verwaltungs- und Gesundheitsreform sowie Subventionsbremse - haben", führt der freiheitliche Finanzsprecher weiter aus.

Das Problem liege offensichtlich einmal mehr darin, unterschiedliche Staaten, die nicht nur geldpolitisch, sondern eben auch fiskalpolitisch unterschiedliche, um nicht zu sagen geradezu diametral entgegengesetzte Lösungswege brauchen, in ein einheitliches Korsett zu zwingen und ihnen einheitliche Maßnahmen aufzunötigen, betont Podgorschek und ergänzt: "EU-Politiker sämtlicher Staaten verlaufen sich derzeit in reiner Theoretisiererei oder schaffen schlicht und einfach untaugliche Maßnahmen. Man könnte also sagen, dass im Prinzip beide Sichtweisen irgendwo recht hätten - eine Art "ökonomischen Relativitätsbetrachtung" sozusagen. Auch aus dieser Perspektive bleibt daher festzuhalten: Die Eurozone ist zu trennen, und zwar umgehend!"

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0001