Kopf: Gesellschaftliches Miteinander der Generationen ist Frage der Bewusstseinsbildung

ÖVP-Klubobmann beim Symposium "Aktiv altern - der österreichische Weg"

Wien, 29. Mai 2012 (OTS/ÖVP-PK) - Die Lebenserwartung steigt, die Anzahl der gesunden Lebensjahre nimmt zu. Es gibt immer mehr Hochbetagte in unserer Gesellschaft und gleichzeitig stagnieren die Geburten. Diese Situation stellt uns alle vor große Herausforderungen - nicht nur durch rasante Veränderungen in der Arbeitswelt, sondern durch die aus dieser Entwicklung resultierenden sozial- und gesundheitspolitischen, bildungs- und gesellschaftspolitischen Herausforderungen. Unsere staatspolitische Verantwortung lässt uns auch über Generationengerechtigkeit und Nachhaltigkeit in der Gestaltung unseres sozialen Transfersystems und die daraus entstehende Verantwortung für die nächsten Generationen nachdenken. Das erklärte ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf heute, Dienstag, im Rahmen des Symposiums "Aktiv altern - Der österreichische Weg" im Parlament.

Die Herausforderungen sieht der Klubobmann vor allem in folgenden Bereichen:

  • Der steigende Bedarf an Pflege und Betreuung steht einer nachlassenden Kapazität der innerfamiliären Leistungen gegenüber. Daraus ergibt sich ein Bedarf an begleitenden Einrichtungen und Institutionen im Pflegebereich. Die Einrichtung des Pflegefonds bringt vor allem den Ländern und Gemeinden in diesem Bereich mehr Planungssicherheit bei der Finanzierung dieser Leistungen, betonte Kopf. In diesem Zusammenhang dürfe aber das Postulat der Wahlfreiheit nicht unter den Tisch fallen. "Das Pflegegeld, eine Errungenschaft unseres ehemaligen Sozialsprechers und nunmehrigen Seniorenvertreters Gottfried Feurstein gemeinsam mit dem damaligen Sozialminister Hesoun
  • ist in diesem Sinne eine große Unterstützung für die häusliche Betreuung."

- Die Erhöhung des Pensionsantrittsalters muss schrittweise umgesetzt werden. "Es ist ein Märchen, dass ältere Arbeitnehmer weniger einzubringen hätten oder öfter und länger krank sind. Das Gegenteil ist der Fall", betonte Kopf. Die Verbindung von Verlässlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und Erfahrung mache ältere Menschen zu wichtigen Mitarbeitern. "Die Arbeitswelt wird sich darauf einstellen müssen und das Reservoir und Potential älterer Arbeitnehmer ausschöpfen", ist der Klubobmann überzeugt, dass sich das Bewusstsein in der Wirtschaft ändern wird.

- Der Wohnungsmarkt muss reagieren - durch Förderungen kann der Gesetzgeber altersgerechtes, generationendurchmischtes Wohnen besser unterstützen.

- Die Politik ist gefordert. "Die ältere Generation hat unser Land wiederaufgebaut und für Wohlstand gesorgt. Aber nun sind wir an einem Punkt angelangt, wo wir nicht mehr mit der wirtschaftlichen Wachstumsrate rechnen können. Daher muss die Politik nun für Gerechtigkeit zwischen den Generationen sorgen: nicht nur in Österreich, sondern in vielen anderen Ländern auch wurden in den letzten Jahren zu viele Schulden gemacht, die die künftigen Generationen belasten. Das müssen wir hinterfragen und aus Verantwortung für unsere Kinder und Enkelkinder in der Haushaltspolitik nachhaltig ändern", kündigte Kopf an. "Denn wir dürfen nicht mehr die Zukunft der nachfolgenden Generationen verbrauchen." (Schluss)

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