Symposium "Aktiv Altern" (3) - Csörgits: Erstmals Fahrplan für die Zukunft österreichischer Seniorenpolitik

Staatliches Pensionssystem unumgänglich

Wien (OTS/SK) - "Der erstmals vorliegende Bundesplan für Seniorinnen und Senioren bietet mit seinen Empfehlungen und Zielen wichtige Orientierungspunkte. Er ist auch ein konkretes Ergebnis der Umsetzung des 'österreichischen Weges', der bedeutet, das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen", gratulierte SPÖ-Sozialsprecherin Renate Csörgits dem Seniorenrat im Rahmen des Symposiums "Aktiv Altern" zum ersten "Bundesplan für Seniorinnen und Senioren". Csörgits betonte die gute Zusammenarbeit von Pensionistenverband, Seniorenbund und den anderen im Seniorenrat vertretenen Organisationen und der Politik, die die Rolle des Seniorenrates als Sprachrohr der älteren Generation voll akzeptiere. ****

Von den einzelnen Schwerpunkten im Fahrplan hob Csörgits die Unumgänglichkeit des staatlichen Pensionssystems hervor, um jene abzusichern, die nicht mehr im Erwerbsleben stehen. Denn nur ein staatliches Pensionssystem garantiere Leistungen unabhängig vom Kapitalmarkt sowie Pensionshöhen mit Lebensstandartsicherung und Kaufkrafterhalt. Die sogenannte zweite und dritte Säule können das staatliche Pensionssystem bestenfalls ergänzen, niemals ersetzen, so Csörgits.

Der Nationalrat habe auch auf Vorschlag der Bundesregierung bereits eine Vielzahl von Maßnahmen beschlossen, um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer länger und gesund im Erwerbsleben zu halten und damit das faktische Pensionsantrittsalter zu erhöhen. Als Beispiel nannte Csörgits das bereits seit 2011 erfolgreich laufende Programm "fit 2 work". Csörgits forderte hier auch ein Umdenken unter den Arbeitgebern und in der Gesellschaft: Ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dürfen nicht als eine Last gesehen werden, sondern seien wertvolle und erfahrene Leistungsträger.

Zum Thema Pflege hielt Csörgits fest, dass ein mit knapp 700 Millionen Euro dotierter Pflegefonds eingerichtet wurde. Bis 2014 solle aus diesem Fonds der bedarfsgerechte Auf- und Ausbau des Betreuungs- und Pflegeangebotes anhand länderspezifischer Vorgaben finanziert werden. Für die Zeit bis 2016 stehen nochmals 650 Millionen Euro zur Verfügung. Zusätzlich zum Ausbau qualitätsvoller Pflegeplätze bedeutet diese Maßnahme auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze. "Klar ist, dass Wahlfreiheit wichtig ist, wenn es um die Form der Pflege geht: Stationär, ambulant oder zuhause." Diese Wahlfreiheit dürfe nicht zu Lasten der Frauen geht, indem sie gezwungen sind, ihre Erwerbstätigkeit aufzugeben oder zu reduzieren. Denn unterbrochene Erwerbsbiographien, Teilzeitbeschäftigung und geringe Einkommen sind die Hauptgründe für Armutsgefährdung im Alter. Und Altersarmut, das zeigen Statistiken, wissenschaftliche Untersuchungen und auch der vorliegende Bericht, ist vorwiegend weiblich. Der Hauptgrund dafür liege an der historisch gewachsenen Orientierung unserer sozialen Sicherungssysteme an männlichen, durchgängigen Vollzeit-Erwerbsbiographien.

Abschließend hob Csörgits hervor, dass in dem Plan älteren Frauen viel Raum gegeben werde und auch ein eigenes Kapitel eingeräumt wird. In diesem Kapitel findet sich auch, so Csörgits, das - neben der Armutsbekämpfung - wichtigste Ziel, nämlich das "Mitspracherechte für (ältere) Frauen in allen politischen und gesellschaftlichen Bereichen entsprechend ihrem Anteil an der Bevölkerung". (Schluss) sv/sl/mp

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