FPÖ-Neubauer: Aktiv altern bedeutet ein Altern in Würde statt in Armut

Seniorenplan birgt Chancen

Wien (OTS) - "Der vom Seniorenrat vorgelegte Bundesplan für Senioren hat der Entwicklung der letzten Jahre Rechnung getragen, dass alle Menschen lange leben wollen, aber niemand alt sein will. Die Menschen sind auch zunehmend im Alter wesentlich aktiver als dies etwa noch bei der Generation davor der Fall war", so der freiheitliche Seniorensprecher NAbg. Werner Neubauer in seiner Rede anlässlich des heutigen Symposiums im Plenarsaal des Parlaments zum Thema "Aktiv altern - der österreichische Weg".

Neubauer ging dabei besonders auf die Problematik ein, dass ältere Menschen oft mit Erreichen des gesetzlichen Pensionsantrittsalters vom Arbeitgeber in die Pension, oder sogar noch davor in die Frühpension "gezwungen" werden. "Wir dürfen ältere Menschen weder in die Pension noch zu längerer Lohnarbeit zwingen, doch sie sollen im Berufsleben bleiben können, wenn sie dies wünschen. Das Potential, welches diese Menschen für den Arbeitgeber in Form von langjährigen Erfahrungen mitbringen, wird viel zu wenig geschätzt. Auch die jüngeren Kollegen können dadurch maßgeblich profitieren. Es wird Aufgabe der Politik sein, hier die gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen zu schaffen, dass diese unglaubliche Potential genutzt werden kann", so Neubauer weiter.

Zur Frage, ob "Aktives Altern" mit einer Erhöhung des faktischen Pensionsantrittsalters einhergehen soll, sagt Neubauer, dass eine Annäherung des faktischen, an das gesetzliche Antrittsalter natürlich wünschenswert sei, aber "45 Jahre genug" sein müssen. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang die Prävention, denn viele chronische Krankheiten haben ihren Ursprung durch die Belastungen im Beruf, daher müssen auch altersgerechte Arbeitsplatzbedingungen geschaffen werden. Der freiheitliche Seniorensprecher lobt auch besonders die oft unterschätzte Leistung der Gewerkschaften in ihrem Bemühen um den Arbeitnehmerschutz.

"Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass in Österreich eine Million Menschen an der Armutsgrenze lebt und 500.000 Menschen manifest arm sind. Darunter sind sehr viele Senioren, die als Bezieher von Mindestrenten sich oft das Heizen nicht mehr leisten können. Der Seniorenplan kann eine gute Ausgangsbasis für eine gute Zukunft sein, wenn es uns gelingt, die Probleme zu erkennen, geeignete Maßnahmen zu definieren und diese in einem realistischen Zeitrahmen umzusetzen. Es liegt an den politischen Verantwortlichen die formulierten Ziele auch mit Leben zu erfüllen", so Neubauer abschließend.

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