5 Verkehrstote am Pfingstwochenende - geringste Zahl seit Beginn der Aufzeichnungen

Mehr Unfälle, aber weniger Verletzte; 586 Alkolenker angezeigt, über 50.000 Geschwindigkeitsübertretungen

Wien (OTS) - Das Bundesministerium für Inneres gibt für die 21. Woche d. J., vom 21. Mai 2012 bis 28. Mai 2012 (einschl. Pfingstmontag) auf Grund der Berichte der Bundespolizei über das vorläufige Unfallgeschehen mit tödlichem Ausgang auf dem österreichischen Bundesgebiet - im Vergleich zu den endgültigen Ergebnissen des Vorjahres - folgendes bekannt:

21. Woche 21.5. - 28.5.2012

Zahl der Zahl der Anmerkung tödlichen Unfälle Verkehrstoten 2012 9 9 Pfingstwoche Im Vergleich 2011 12 13 Pfingstwoche

Pfingstwochenende 25.5. - 28.5.2012

Zahl der Zahl der Anmerkung tödlichen Unfälle Verkehrstoten 2012 5 5 Pfingsten im Vergleich 2011 8 9 Pfingsten

Im Jahr 2010 sind am Pfingstwochenende von Freitag 00.00 Uhr bis Montag 24.00 Uhr 6 Verkehrsteilnehmer ums Leben gekommen. Im Jahr 2009 wurden 9 und im Jahr 2008 fünf Menschen tödlich verletzt. Mit 5 Verkehrstoten zu Pfingsten 2012 wurde wie schon in den Jahren 1996 und 2008 das bisher günstigste Ergebnis seit Einführung der Statistik im Bundesministerium für Inneres (1967) verzeichnet. Zum Vergleich dazu mussten in den bisher schlimmsten Jahren 45 Tote (1979) und 44 Tote (1984) am Pfingstwochenende beklagt werden.

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen des Pfingstwochenendes 2012 verloren 3 Pkw-Lenker, 1 Motorrad-Lenker und 1 Radfahrer ihr Leben. Nach Tagen aufgeschlüsselt ergibt sich folgendes Bild:
Freitag (1 Toter), Samstag (1 Toter), Pfingstsonntag (0), Pfingstmontag (3 Tote)
Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle zu Pfingsten mussten nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit (2), Überholen (1), Unachtsamkeit (1) und Fahrfehler (1) festgestellt werden.

3 der 5 Unfälle waren Alleinunfälle.

Eine 84-jährige Pkw-Lenkerin kam von einer Gemeindestraße ab und stürzte in einen Kraftwerkskanal. Das Fahrzeug versank im Wasser, die Lenkerin konnte nicht mehr gerettet werden.

Verkehrstote nach Straßenarten zu Pfingsten (5):

Autobahnen (0)
Schnellstraße (0)
Bundesstraßen B (1)
Landesstraßen L (2)
Gemeindestraßen (2)

Verkehrstote nach Bundesländern

Pfingstwoche davon am Pfingstwochenende Burgenland - - Kärnten - - Niederösterreich 1 - Oberösterreich 4 2 Salzburg - - Steiermark 3 3 Tirol - - Vorarlberg - - Wien 1 - Österreich 9 5

Am Pfingstwochenende 2012 ereigneten sich in Österreich insgesamt 488 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, das sind um 64 oder 15,1 % mehr als im Vorjahr (424 Unfälle). Dabei wurden 572 Personen verletzt, um 15 oder 2,6 % weniger als zu Pfingsten 2011 (587 Verletzte).

Von Freitag bis Pfingstmontag wurden von der Polizei 50.764 Geschwindigkeitsüberschreitungen geahndet und 586 Lenker wegen Alkoholisierung angezeigt. In 306 Fällen musste der Führerschein vorläufig abgenommen werden.

Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang bei den Geschwindigkeitsüberschreitungen (14,4%), bei den Alkolenkern (-19,1%) und bei den vorläufigen Führerscheinabnahmen um 1,9 %. (2011: 59.274 Geschwindigkeitsdelikte, 724 Alkoholanzeigen und 312 Führerscheinabnahmen).

Bundesländerergebnisse Pfingsten 2012 (Freitag bis Pfingstmontag)

Bundesland Unfälle Verletze Tote Geschwindig- Alkohol- Führerschein- keitsübertre- anzeigen abnahmen tungen Burgenland 13 15 - 2918 19 11 Kärnten 50 57 - 5940 63 29 NÖ 100 111 - 4689 90 53 OÖ 103 109 2 5919 95 45 Salzburg 35 42 - 4789 34 18 Steiermark 64 81 3 12177 84 54 Tirol 48 62 - 8989 78 32 Vorarlberg 35 38 - 2049 30 15 Wien 40 57 - 3294 93 49 Österreich 488 572 5 50764 586 306

Vom 1. Jänner bis zum 28. Mai dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 171 Verkehrstote (30-Tages-Fristabgrenzung berücksichtigt bis Ende März 2012).
Im Vergleichszeitraum der Vorjahre verunglückten nach endgültigen Zahlen, jeweils bis zum 28. Mai

2011: 186
2010: 190
2009: 225
2008: 228
2007: 255
2006: 210 und
2005: 269 Menschen tödlich.

Innenministerin Mag.a Johanna Mikl-Leitner führt den neuerlichen Rückgang bei der Zahl der Verkehrstoten auf die zielgerichteten Schwerpunktkontrollen am Pfingstwochenende zurück. "Unser Ziel ist es, den Lenker ihre Eigenverantwortung bewusst zu machen, damit sie sich im Straßenverkehr umsichtig und rücksichtsvoll verhalten", betonte die Ministerin.

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Verkehrsdienst/Strategische Unfallanalyse
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