Restaurierungsarbeiten der Rinnböck Kapelle abgeschlossen

Historisches Kulturdenkmal auf dem Friedhof Simmering

Wien (OTS) - Die Restaurierungsarbeiten der Begräbniskapelle der Deichgräbermeisterfamilie Rinnböck auf dem Simmeringer Friedhof wurden nunmehr abgeschlossen. Die Kapelle wurde 1869 als Grabkapelle für die Familie Rinnböck im neugotischen Stil errichtet und befindet sich am Fuß des Kirchberges des Simmeringer Friedhofes.

Simmeringer Gemeinderat

Josef Rinnböck war im 19. Jahrhundert Simmeringer Gemeinderat und gründete die so genannten Rinnböckhäuser, die zwischen dem Beginn der Simmeringer Hauptstrasse und der ebenfalls nach ihm benannten Rinnböckgasse liegen.

"Josef Rinnböck schuf mit den Rinnböck Häusern günstige Wohnmöglichkeiten für Arbeiter, prägte Simmering zu seiner Zeit und hinterließ uns in Form der Rinnböck Kapelle ein Kulturdenkmal und damit einen wichtigen Teil Simmeringer Bezirksgeschichte, der nun wieder in neuem Glanz erstrahlt" so Bezirksvorsteherin Kommerzialrätin Renate Angerer.

Friedhöfe Wien erhalten Kulturdenkmäler

Die Kosten für die Sanierung beliefen sich auf über 500.000 Euro. Neben einem Beitrag des Bezirks Simmering beteiligte sich der Altstadterhaltungsfonds mit einem Anteil an den Kosten. Den Löwenanteil der Aufwendungen trugen die Friedhöfe Wien. Neben der Kernfunktion "Friedhof" erfüllen die Friedhöfe Wien auch einen kulturellen Auftrag, in dem Kulturdenkmäler gepflegt und erhalten werden.

"Unsere gesellschaftliche Aufgabe zur Wahrung des kulturellen Erbes ist uns ein großes Anliegen", "Auf den Wiener Friedhöfen befinden sich zahlreiche Bau- und Kulturdenkmäler, die auch ein Abbild der Wiener Geschichte im Laufe der Zeit sind", so Dr. Markus Pinter, Geschäftsführer der Friedhöfe Wien.

Kapelle nun allgemein zugänglich

Nach dem nunmehrigen Abschluss der Sanierungsarbeiten ist das Erdgeschoss der Kapelle mit dem Altar nun für die Allgemeinheit zugänglich. Im Untergeschoß können nun Nischen für Sarg- und Urnenbeisetzungen erworben werden.

Aufwändige Restaurierung

Neben den zahlreichen Details, die teilweise mit Methoden restauriert wurden, die zum damaligen Bauzeitpunkt der Kapelle üblich waren, war die Restaurierung der Terracotta-Verzierungen eine der aufwändigsten Arbeiten. "Von den Abformungen mussten Negativformen gegossen werden, in die dann das Terracotta hineingepresst wurde" so Architekt DI Josef Fürstl, der neben den Hauptrestauratoren Jan Michalik (Steinarbeiten) und Birgit Erickson (Malerei) für die Restaurierung verantwortlich war.

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