SP-Troch: Wissenschaftsfeind Lueger nicht tragbar als Universitäts-Adressbezeichnung

Wien (OTS/SPW-K) - Zu den heutigen Aussagen von FP-Gemeinderat Gerald Ebinger hinsichtlich der Umbenennung des Lueger-Rings in Universitätsring hält der SP-Gemeinderat und Vorsitzende des Unterausschusses für Verkehrsflächenbenennung, Harald Troch, fest:
"Von Kulturbarbarei kann keine Rede sein, wenn es in Wien noch weitere 13 Orte gibt, die an Lueger als Bürgermeister erinnern. Vielmehr ist es höchst bezeichnend für die FPÖ, den massiven Antisemitismus dieses zweifelsohne verdienstvollen Bürgermeisters permanent auszublenden." Schließlich gehe es um ein differenziertes Bild der Geschichte Wiens und auch darum, die dunklen Seiten der Geschichte sichtbar zu machen.

Mit der neuen Bezeichnung Universitätsring habe die Stadt nun eine unbestrittene Bezeichnung gefunden, die noch dazu dem langjährigen Wunsch der Universität Wien nach Umbenennung des Lueger-Rings anlässlich ihres 650-Jahr-Jubiläums entspricht. Nicht zuletzt galt Lueger auch aufgrund vieler einschlägigen Äußerungen als erklärter Wissenschaftsfeind und das ist mit der Adressbezeichnung der bedeutendsten wissenschaftlichen Einrichtung der Stadt nicht vereinbar. "Auch sein Antisemitismus sollte nicht mehr augenzwinkernd belächelt werden, denn dass Karl Lueger seinen Worten keine Taten folgen ließ, ist falsch. Während seiner Amtszeit verhinderte Lueger nämlich, dass jüdische Gemeindebedienstete befördert wurden", korrigiert Troch den FPÖ-Kultursprecher.

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