Brunner: Internationale Energieagentur warnt vor Klimakatastrophe aufgrund von CO2-Rekordemissionen

Grüne fordern weltweite Klimaschutzallianz und heimische Trendwende

Wien (OTS) - Hiobsbotschaft von der internationalen Energieagentur (IEA): die weltweiten CO2-Emissionen durch fossile Brennstoffe haben 2011 ein Rekordhoch von 31.6 Gigatonnen erreicht. Damit sind die klimaschädlichen Emissionen im Vergleich zum Vorjahr weltweit um 3,2 Prozent gestiegen. "Diese Zahlen sind ein deutlicher Schuss vor den Bug: Wir verspielen die Chance, dass so wichtige Zwei-Grad-Ziel zu erreichen. Die Konsequenzen daraus wären dramatisch", alarmiert die Umweltsprecherin der Grünen, Christiane Brunner. "Wir brauchen endlich eine weltweite Allianz für den Klimaschutz. Hier erwarte ich mir auch vom österreichischen Umweltminister endlich Aktivitäten."

Beim heurigen Weltgipfel in Rio wird es eine einmalige Gelegenheit geben, die vor 20 Jahren ausgehandelte Klimakonvention endlich umzusetzen. Die Verhandlungssituation wird aber dadurch erschwert, dass viele Industrieländer ihre Klima-Versprechen vom ersten Rio-Gipfel 1992 gebrochen haben. Österreich hatte versprochen, seine Emissionen gegenüber 1992 deutlich zu senken. "Passiert ist aber das Gegenteil. Anstatt um 13 Prozent zu reduzieren, haben wir acht Prozent mehr Emissionen. Um trotzdem nicht vertragsbrüchig zu werden, kauft sich Umweltminister Berlakovich mit Steuergeldern frei", kritisiert Brunner. Hauptverantwortlich für den weltweiten Anstieg waren zwar China und Indien, allerdings liegen deren pro Kopf Emissionen immer noch weit unter denen von Österreich. "Im Durchschnitt verursacht ein Österreicher sechsmal so viel CO2-Ausstoß wie ein Inder", erläutert Brunner.

"Um glaubwürdig Klimaschutzmaßnahmen von anderen Staaten einfordern zu können, muss Minister Berlakovich aus seinem klimaschutzpolitischen Dornröschenschlaf erwachen und die so dringend notwendige Trendwende in Österreich einleiten. Dafür brauchen wir einen verbindlichen CO2 Reduktionspfad und konkrete Klimaschutzmaßnahmen, die sich im sogenannten Klimaschutzgesetz leider nicht finden lassen", sagt Brunner.

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