ÖH: Solidarität mit den Studierendenprotesten in Quebec

unerträgliches Ausmaß polizeilicher Repression

Wien (OTS) - Seit über 100 Tagen gibt es in Quebec mittlerweile Proteste. Die quebecer Regierung um Premier Charest hat beschlossen, die Studiengebühren über die nächsten 5 Jahre um 82 Prozent anzuheben, was zum Beginn der Bewegung "carree rouge" geführt hat. "Studentinnen wie Professorinnen der verschiedensten Institute befinden sich im Streik und rufen zum Protest gegen die geplante Studiengebührenerhöhung auf. Die Regierung zeigt sich allerdings nicht verhandlungsbereit und lässt mit massiver Polizeigewalt gegen die Proteste vorgehen," so Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH.

"Die Proteste werden immer größer, besser organisiert und kreativer -tagtäglich gibt es Aktionen, Demos und Kundgebungen, an denen tausende Menschen teilnehmen. Die Regierung reagiert darauf jedoch zunehmend mit Unterdrückung, Einschränkung demokratischer Grundrechte und ausufernder Polizeigewalt", so Peter Grabuschnig, ÖH Generalsekretär. "Berichten einer österreichischen Studentin in Quebec zufolge, wird mittlerweile jede Demonstration von mit Schlagstöcken, Pfeffersprays und Blendgranaten bewaffneten Spezialtrupps begleitet. Letzten Sonntag sollen 370 Protestierende verhaftet worden sein, Mittwochabend sogar 518."

"Wir solidarisieren uns mit den Protestierenden und verurteilen die polizeiliche Repression scharf. Es kann und darf nicht sein, dass demokratische Rechte und das Recht auf Bildung derart mit Füßen getreten werden", so Janine Wulz vom Vorsitzteam der ÖH. "Wir fordern die Regierung auf, endlich die Repression zu stoppen und einen Schritt auf die Studierenden zuzumachen."

Hier ein Video, das den Umgang der Polizei mit den Protestierenden zeigt: http://www.youtube.com/watch?v=DxPzWoYjAnY

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Sara Scheiflinger, Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 211
sara.scheiflinger@oeh.ac.at; http://www.oeh.ac.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NHO0001