"KURIER"-Kommentar von Helmut Brandstätter: "Geld zurück!"

Martin Graf hätte für eine alte Dame niemals eine Stiftung errichten dürfen.

Wien (OTS) - Hand aufs Herz. Wer weiß schon genau, was eine Privatstiftung ist und wie sie im Alltag funktioniert? Einfach formuliert: Wer eine Stiftung gründet, gibt damit sein Vermögen an eine juristische Person und hat nur mehr sehr eingeschränkte Möglichkeiten, darauf zuzugreifen. Aufgrund der Kosten ist eine Stiftung nur dann sinnvoll, wenn es um ein großes Vermögen geht, beziehungsweise verschiedene Unternehmen eingebracht werden. Dementsprechend wurden im Jahr 2011 gerade ein paar Dutzend Stiftungen gegründet.
Wer also einer alten Frau, die nichts anderes will, als ihren Lebensabend ohne finanzielle Sorgen zu verbringen, zu einer Stiftung rät, führt nichts Gutes im Schilde. Das ist ganz offensichtlich, Herr Präsident Graf. Wenn dann noch ein Notar, der Abgeordnete Harald Stefan, mitspielt, nur weil er halt auch bei der FPÖ ist, dann sollte sich die zuständige Kammer um diesen Fall kümmern. Kann man nicht einmal mehr dieser Berufsgruppe trauen, die eigentlich einen Stabilitätsfaktor der Rechtspflege bilden sollte?
Der politische Streit ist jetzt nicht so wichtig. Vielmehr sollten die Herren dafür sorgen, dass die Dame ihr Geld zurückbekommt. So viel Ehrgefühl darf man schon erwarten, oder?

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