2. Bundesgesundheitskonferenz - Minister Stöger präsentiert Gesundheitsziele für die nächsten 20 Jahre

Oberstes Ziel: Chancengleichheit in der Gesundheit fördern - Erhöhung der in Gesundheit verbrachten Lebenszeit um zwei Jahre

Wien (OTS/SK) - Bei der 2. Bundesgesundheitskonferenz hat heute, Donnerstag, Gesundheitsminister Alois Stöger die Rahmengesundheitsziele als Meilenstein bezeichnet. Der Minister hatte vor einem Jahr dazu eingeladen, an der Entwicklung von Rahmengesundheitszielen mitzuwirken, an denen sich die Politik in den nächsten 20 Jahren orientieren soll. "Das Ziel ist die Verbesserung der Gesundheit aller in Österreich lebenden Menschen unabhängig von Bildungs- und Sozialstatus und das Anheben der Lebenserwartung in Gesundheit um zwei Jahre", erklärte Stöger. Der Minister bedankte sich bei allen Beteiligten für ihre Mitwirkung. In den kommenden Monaten wird ein verbindlicher Umsetzungsplan erstellt, an dem wiederum institutionenübergreifend zusammengearbeitet wird. ****

Alle wichtigen Interessensgruppen und Partner - insgesamt 38 von der Sozialversicherung über Pensionistenvertreter, bis hin zu NGOs -waren am Prozess beteiligt. "Gesundheit ist von vielen Faktoren abhängig. Wir haben uns damit auseinandergesetzt, wie wir gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen schaffen können", sagte Stöger. Der Minister nannte als Beispiel etwa die Auswirkung der Straßengestaltung, Stichwort Radwege, auf die Gesundheit. "Ein Thema ist mir ganz besonders wichtig: das Ernährungsverhalten und die Ernährungschancen", betonte der Minister. Dabei gehe es um Fragen wie den Zugang zu gesundem Essen im Alltag. "Da haben wir mit dem NAP.e und der Initiative Schulbuffet bereits viel erreicht", so Stöger. "Man muss die Menschen mitnehmen, wenn man einen Veränderungsprozess in der Gesellschaft in Gang setzen will." Daher waren auch alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich an den Gesundheitszielen zu beteiligen. 4.300 Menschen sind dieser Einladung über eine Internetplattform gefolgt.

"Wir haben das Gesundheitssystem in der Krise weiterentwickelt und ausgebaut, während andere Länder in Europa Rückbau betrieben haben. Nur ein solidarisches Gesundheitssystem ist in der Lage, gesundheitliche Chancengleichheit aller Menschen zu schaffen", betonte Stöger. Die Gesundheitsziele seien ein weiterer Schritt dazu.

Die zehn Gesundheitsziele im Überblick:

+ Gesundheitsförderliche Lebens- und Arbeitsbedingungen
+ Gesundheitliche Chancengerechtigkeit
+ Stärkung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung
+ Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen wie Luft, Wasser und Boden + Stärkung der Gesundheit durch sozialen Zusammenhalt
+ Gesundes Aufwachsen für Kinder und Jugendliche unterstützen
+ Gesunde Ernährung für alle zugänglich machen
+ Gesunde, sichere Bewegung im Alltag fördern
+ Psychosoziale Gesundheit bei allen Bevölkerungsgruppen fördern
+ Qualitativ hochstehende und effiziente Gesundheitsversorgung für alle sicherstellen.

Unter den Gästen der Abschlussveranstaltung, die unter dem Motto "Gesundheit in Österreich gemeinsam weiterbringen" im Festsaal des Gesundheitsministeriums stattfand, waren neben den am Entwicklungsprozess Beteiligten auch internationale Gäste wie der luxemburgische Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo und Agis Tsourus vom WHO-Regionalbüro für Europa.

Di Bartolomeo erläuterte in seiner Rede die Bedeutung eines solidarischen Gesundheitssystems, welches Minister Stöger und er auf europäischer Ebene immer wieder verteidigen. Die Vorgehensweise, mit der die Gesundheitsziele in Österreich erarbeitet wurden, sei vorbildhaft.

SERVICE: Informationen zu den zehn Gesundheitszielen unter
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61/rahmen-gesundheitsziele_240512.pdf

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