TeilnehmerInnen von WIENWOCHE 2012 stehen fest

Wien (OTS) - Anfang des Jahres startete das neue Kulturprojekt WIENWOCHE. Nun stehen nach einem mehrstufigen Verfahren die TeilnehmerInnen fest: 25 AkteurInnen aus einem breiten zivilgesellschaftlichen Spektrum werden das Programm von WIENWOCHE 2012 (21. September bis 7. Oktober 2012) in kollektiven Prozessen gestalten.

WIENWOCHE 2012 will ihr Publikum mit Aktionen im Stadtraum nicht bedienen, sondern herausfordern, überraschen und zum re/agieren einladen. Viele intensive Diskussionen begleiteten bereits die Auswahl der TeilnehmerInnen durch das Leitungsteam. Im Zentrum des Auswahlverfahrens stand - in dieser Form erstmals in Wien - eine öffentliche Beiratssitzung. Ziel war es, im Sinne eines Best-Practice-Modells eine transparente und argumentativ begründete Entscheidungsfindung vorzunehmen. Unter der Mitbeteiligung von externen Expertinnen - der Künstlerinnen Amina Handke und Isa Rosenberger sowie der Kulturarbeiterin und Aktivistin Rubia Salgado, wurden aus den 215 Einreichungen 44 vorausgewählt. Auf die Beiratssitzung folgten Gespräche des Leitungsteams mit diesen 44 EinreicherInnen und die Entscheidung für 25 AkteurInnen. Diese werden in Arbeitsgruppen an den Schwerpunkten "agieren", "geschichte neu schreiben", "raum umverteilen" sowie "involviert berichten" arbeiten.

Die TeilnehmerInnen von WIENWOCHE 2012 sind:

Schwerpunkt "agieren": BDFA - Bunte Demokratie für Alle, Netzwerk KuKuMA, Prekär Café, Projektgruppe STATT WIEN, Sidy Mamadou Wane, Simonida Jovanovic/Sandra Selimovic/Susita Fink, Verein EXIT

Schwerpunkt "geschichte neu schreiben": Arif Akkilic/Ljubomir Bratic, Aylin Basaran, Karin Schneider/Tal Adler, kinoki, Plattform Geschichtspolitik, Sasa Barbul, VBKÖ - Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs

Schwerpunkt "raum umverteilen": AgrarAttac, Andrea Seidling/Peter A. Krobath, Bündnis platz.da!?, Büro trafo.K, Hansel Sato, Planet10, Rosa Lila Villa, Thomas Schoiswohl

Schwerpunkt "involviert berichten": Discover TV, malmoe, Pawel Kaminski/Gerhard Kettler

Unter den Beteiligten befinden sich sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen oder Initiativen, die sich mit vielfältigen Themenbereichen wie Arbeitsverhältnissen, Prekariat und Selbstorganisierung (beispielsweise BDFA - Bunte Demokratie für Alle, Prekär Café oder Sidy Mamadou Wane), verdrängter Geschichte und selbstbestimmter Geschichtsschreibung (beispielsweise Arif Akkilic/Ljubomir Bratic, Plattform Geschichtspolitik oder Sasa Barbul), Eigentumsfragen, Selbstermächtigung im öffentlichen Raum und solidarischer Landwirtschaft (beispielsweise AgrarAttac, Bündnis platz.da!? oder Planet10), Grenzregime und antirassistischem Handeln (beispielsweise Aylin Basaran, Hansel Sato oder Verein EXIT) oder queer-feministischem Empowerment und Geschichtsarbeit aus feministischer Perspektive (beispielsweise Rosa Lila Villa, Simonida Jovanovic/Sandra Selimovic/Susita Fink oder VBKÖ - Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs) beschäftigen.

Die hohe Anzahl der Einreichungen sowie deren enorme Bandbreite und Qualität spricht eine klare Sprache: in Wien gibt es eine große Notwendigkeit nach Förderung von kritischer und emanzipativer Kulturarbeit. Es müssen über punktuelle Projekte wie WIENWOCHE hinaus Strukturen gefördert werden, die nachhaltiges kulturelles und politisches Handeln erst möglich machen. Nur unter Bedingungen, die Kontinuität, Sichtbarkeit und Unabhängigkeit sichern, kann sich kritische Wissens- und Kulturarbeit ausdehnen und für weitere gesellschaftliche Kreise zugänglich werden.

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Leitungsteam WIENWOCHE
Petja Dimitrova, Can Gülcü, Radostina Patulova

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