Becker: EU-Parlament für Ausbildungsplatzgarantie für Jugendliche

Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit ins Europäische Semester einbauen

Straßburg, 24. März 2012 (OTS) "Wer Maßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit fordert, muss auch Strukturreformen zulassen", so der Sozialsprecher der ÖVP im EU-Parlament Heinz K. Becker in der Debatte des EU-Parlaments zur steigenden Jugendarbeitslosigkeit in Europa. "Europa droht eine verlorene Generation, wenn nicht sofort gehandelt wird. Hoffnungslosigkeit
und Vertrauensverlust, die durch Jugendarbeitslosigkeit entstehen, gefährden die Zukunft unserer Gesellschaft", so Becker. Er begrüßt, den gestrigen Vorschlag der Europäischen Kommission, 7,3 Milliarden Euro aus dem EU-Budget dafür zu verwenden, Jobs für junge Leute zu schaffen. "Es ist kein Zufall, dass in Europa die Länder, die ein duales Berufsbildungssystem haben, besser dastehen", so Becker. Durch die zweigleisige Berufsausbildung - gleichzeitig Berufsschule und Praxis im ausbildenden Unternehmen - seien die Jugendlichen besser ausgebildet und würden "gleich ins Berufsleben herübergleiten". ****

Das Europaparlament fordert in seiner heute verabschiedeten Entschließung zur EU-Initiative "Chancen für junge Menschen", dass die hohe Arbeitslosigkeitsrate bei Jugendlichen konsequenter bekämpft werden muss. Dazu müssen die Mitgliedstaaten mehr in ihre Bildungs- und Ausbildungssysteme investieren. Jedem Schulabgänger soll spätestens nach vier Monaten ein Ausbildungsplatz angeboten werden. "Mehr als siebeneinhalb Millionen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren sind in der EU ohne Arbeit oder Ausbildung. In Griechenland und Spanien ist mehr als jeder zweite junge Erwachsene arbeitslos. Die Politik trägt die Verantwortung, nicht mehr länger zu debattieren. Alle Fakten und Konzepte liegen auf dem Tisch.
Jetzt heißt es handeln", so Becker. Besonders wichtig ist Becker auch die "permanente Weiterqualifizierung". Es müsse zum Normalfall werden, dass man "sein Leben lang in der Erwerbstätigkeit bis in den Ruhestand hinein immer weiterlernt". Zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sei es auch wichtig, die Mobilität der Menschen in Ausbildung und Arbeit zu stärken.

Die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit soll nach dem Willen der EU-Parlamentarier auch Bestandteil des so genannten Europäischen Semesters sein. Dort legen die Mitgliedstaaten ihre Haushaltsentwürfe zusammen und stimmen ihre Wirtschaftspolitik ab. "Wir brauchen diesen Bereich als Standard-Vorgabe. Investitionen in Bildung und Ausbildung dürfen kein konjunkturabhängiges Luxusgut sein", so der ÖVP-Europaabgeordnete.

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