Auer/Köstinger: Ländliche Entwicklung effizientester Hebel für Wachstum und Jobs

IV-Argumentation gefährdet Jobs und Ökologie am Land

Wien (OTS) - "Volles Ausschöpfen der Agrarmittel verbessert automatisch die Nettozahlerposition Österreichs. Ansonsten würden Gelder, die wir in den gemeinsamen Topf einzahlen, in Brüssel liegenbleiben. Auch in Zukunft muss jeder Euro in Brüssel abgeholt werden, damit er sich in Österreich verdoppelt", erklärte Bauernbund-Präsident Jakob Auer heute, Donnerstag, in Straßburg bei einem gemeinsamen Treffen mit dem Franzosen Joseph Daul, EVP-Fraktionsvorsitzender, und Elisabeth Köstinger, Agrarsprecherin der ÖVP im EU-Parlament. "Durch die erfolgreiche Agrarpolitik auf nationaler Ebene konnte Österreich EUR 1,22 Mrd. wieder nach Österreich zurückholen", ergänzte EU-Abgeordnete Elisabeth Köstinger zur österreichischen Leistungsbilanz. "Nirgends gibt es einen größeren Hebel als bei der Ländlichen Entwicklung", meinte Auer. "Höhere Kofinanzierungssätze lehnen wir hingegen ab", stellte der Bauernbund-Präsident in Straßburg zur österreichischen Nettozahlerposition klar.

"Insbesondere die Zahlungen der Ländlichen Entwicklung stellen die effizienteste Form dar, Gelder aus dem EU-Topf wieder nach Wien zu bringen. WIFO-Studien bestätigen, dass diese Programme einerseits 100.000 Arbeitsplätze sichern, eine Wertschöpfung von EUR 1,4 Mrd. auslösen und damit generell den ländlichen Raum weiterentwickeln. andererseits die ökologische Landwirtschaft vorantreiben und rund 2 Mio. Tonnen CO2 einsparen", erklärte Auer weiter. "Die Finanzmittel der GAP sichern die bäuerlichen Betriebe ab, schaffen und erhalten Arbeitsplätze und wahren die Vielfalt der ländlichen Gebiete. Das sind unverzichtbare Leistungen im allgemeinen Interesse", ergänzte Köstinger.

Ländliche Entwicklung unverzichtbar und wachstumsförderlich

"Alle Gelder gehen 1:1 wieder in die Wirtschaft, etwa in die Landmaschinenbranche, lösen Investitionen aus und stärken die Kaufkraft in den Peripherien. Anders, als IV-Präsident Veit Sorger kürzlich gegenüber Medienvertretern in den Raum gestellt hat, ist es unverantwortlich, durch Mittelkürzungen gerade diese wertvollen Arbeitsplätze in Gefahr zu bringen", hielt der Bauernbund-Präsident bei Arbeitsgesprächen mit den EU-Abgeordneten des Agrarklubs, Elisabeth Köstinger, Herbert Dorfmann, Peter Jahr und Albert Deß in Straßburg fest.

"Wir haben mit unseren guten Kontakten zu diesen Parlamentariern und zu Joseph Daul eine Garantie, dass durch diese österreichisch-französische Achse die Interessen der Bäuerinnen und Bauern in der zukünftigen EU-Agrarpolitik Vorrang haben. Die Zukunft der Landwirtschaft hängt an der Mittelausstattung und muss auch weiterhin von der Agrarpolitik gestaltet, nicht von anderen Politikinteressen bestimmt werden", wissen Auer und Köstinger um die Wichtigkeit, Allianzen zu schmieden und bestehende Kontakte auf europäischer Ebene zu vertiefen. Auf nationaler Ebene sei der Schulterschluss mit Vizekanzler Michael Spindelegger und Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich bereits gelungen.
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