Bayr ist neue Vizepräsidentin des Europäischen Parlamentarischen Forums für Bevölkerung und Entwicklung (EPF)

Bevölkerungsdynamiken menschenrechtsbasiert verstehen

Wien (OTS/SK) - Bei der gestrigen Wahl des Vorstandsgremiums des Europäischen parlamentarischen Forums zu Bevölkerung und Entwicklung (EPF) wurde Petra Bayr, SPÖ Bereichssprecherin für globale Entwicklung, zur Vizepräsidentin gewählt. "Ich freue mich sehr über diese neue Aufgabe, die ich mit viel Einsatz angehen werde. Ich bin schon seit 2009 Mitglied des Vorstandes, kenne daher die Arbeit von EPF gut und schätze diese sehr", kommentierte Bayr. ****

EPF arbeitet eng mit Parlamentarierinnen und Parlamentariern in ganz Europa zusammen, um diese bei deren Einsatz für die Verbesserung der reproduktiven Gesundheit weltweit zu unterstützen. Die Arbeit von EPF basiert auf dem Aktionsprogramm von Kairo, das 1994 bei der Internationalen Konferenz zu Bevölkerung und Entwicklung (ICPD) im Rahmen der Vereinten Nationen beschlossen wurde. Petra Bayr setzt sich schon seit vielen Jahren für dessen Umsetzung ein. "Die ICPD war damals bahnbrechend, weil sie Bevölkerungsdynamiken mit einem menschenrechtsbasierten Ansatz versteht. Jede Frau und jedes Mädchen haben das Recht über ihren eigenen Körper und somit auch über die Anzahl und den Zeitpunkt ihrer Schwangerschaften zu entscheiden. Der Zugang zu umfassender und altersgerechter Sexualaufklärung sowie zu effektiven Verhütungsmitteln muss gewährleistet sein. Wenn dies gegeben ist, bekommen Frauen in der Regel weniger Kinder, werden später schwanger und vermeiden so die hohen Risiken von Teenagerschwangerschaften."

Die Agenda der ICPD, also die Stärkung der Frau für deren Recht auf Selbstbestimmung, der Zugang zu reproduktiven Gesundheitsleistungen wie Verhütungsmittel und das menschenrechtsbasierte Verständnis von Bevölkerungsdynamiken, sind auch in den Millennium Entwicklungsziele (MDGs) enthalten. Petra Bayr erläutert "Das MDG 5 geht konkret auf unsere Anliegen ein. Es beinhaltet erstens die Reduktion der Müttersterblichkeit um Dreiviertel. Jährlich sterben etwa 270.000 Frauen an Komplikationen während der Schwangerschaft und Geburt, 99 Prozent in Entwicklungsländern. Die Vielzahl dieser Todesfälle ist durch ein Maßnahmenpaket, das unter anderem die verbesserte Bildung der Frauen und Mädchen und eine Verbesserung der Gesundheitssysteme enthalten, vermeidbar. Besonders wichtig ist die reproduktive Gesundheit, die als zweites Unterziel im MDG 5 enthalten ist. Frauen sollen weltweit Zugang zu Gesundheitsleistungen wie Verhütungsmitteln, einer medizinischen Begleitung während der Schwangerschaft und Geburt sowie zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen haben." (Schluss) tt/np/mp

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