70. Pennälertag

Jahrestreffen des MKV in Linz

Linz (OTS) - 1.500 Mitglieder katholischer farbentragender Mittelschulverbindungen treffen sich zu Pfingsten zum traditionellen "Pennälertag" in Linz. Anlässlich dieser Generalversammlung lud der Mittelschüler-Kartell-Verband unter dem Vorsitz von StS a.D. Mag. Helmut Kukacka heute zu einer Pressekonferenz in Linz um einen Überblick vor allem über die anstehenden Beschlüsse über die inhaltlichen Aktivitäten im Schul- und Bildungsbereich zu geben.

"Neben einem neuen Grundsatzprogramm werden wir zwei Resolutionen, gerichtet an Bundesministerin Schmied, verabschieden", so Kukacka.

Basis für die Resolutionen ist das neue MKV-Grundsatzprogramm, welches kommenden Samstag beschlossen werden soll: Der MKV tritt unter anderem ein für ein vielfältiges und nach Leistung und Begabung differenziertes Schulsystem, das Bekenntnis zur Langform des Gymnasiums, den Erhalt des Religionsunterrichts als Pflichtgegenstand und das Bekenntnis zum aktiven Engagement in Schul- und Bildungspolitik.

Auf Grund starker Mängel bei der Vorbereitung zur Zentralmatura fordert daher der MKV in seiner Resolution die Bundesministerin für Unterricht auf, die Zentralmatura zwei Jahre später als vorgesehen flächendeckend in Österreich einzuführen.

Ebenso fordert der MKV die Unterrichtsministerin auf, dafür zu sorgen, dass Gymnasium und Neue Mittelschule gleichberechtigt nebeneinander angeboten werden und es daher nicht zu einer Benachteiligung der Gymnasien hinsichtlich der Budgetmittel kommt, sondern diese nach der Devise "Uns ist jedes Kind gleich viel wert" zwischen Gymnasium und Neuer Mittelschule aufgeteilt werden.

Der MKV wurde 1933 gegründet und hat in Österreich rund 20.000 Mitglieder, die sich in über 160 katholischen Studentenverbindungen (AHS, BHS) zusammengefunden haben. Diese Verbindungen sind ihrerseits im Mittelschüler-Kartell-Verband (MKV) vereint und bilden so den größten Schüler- und Absolventenverband Österreichs. In Oberösterreich gibt es 24 Verbindungen in 20 Schulstädten.

MKV wird bisweilen mit "schlagende Burschenschaften" verwechselt

Der MKV wurde in der Vergangenheit immer wieder mit national-freiheitlichen schlagenden Korporationen verwechselt. Bis auf ähnliche optische Erscheinungsmerkmale wie das traditionelle Couleur - bestehend aus einem dreifarbigen Band und Mütze - und die historischen Wurzeln der couleurstudentischen Riten und Gebräuche ("Comment") im frühen 19. Jahrhundert haben die katholischen Verbindungen des MKV keinerlei Gemeinsamkeiten mit schlagenden Korporationen. Deutschtümelei und das Austragen von "Mensuren" hat im MKV keinen Platz.

Gedenkgottesdienst als friedfertiger Kontrapunkt

So hat der MKV gemeinsam mit anderen katholischen korporierten Studentenverbänden gegen das Totengedenken und den Fackelzug der schlagenden Burschenschaften am 8. Mai 2012, dem Jahrestag der Kapitulation Hitlerdeutschlands, und gegen die Demonstrationen linksextremer Protestgruppen einen friedfertigen Kontrapunkt in Form eines Gedenkgottesdienstes im Wiener Stephansdom gesetzt. Viele Opfer des Nationalsozialismus stammen aus dem Kreise der katholischen Verbindungen, Verbände und Organisationen.

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Michael Burda
Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Presse
MKV - Mittelschüler-Kartell-Verband
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