Lueger: Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit ins Zentrum Europas rücken

Pläne der EU-Kommission ein erster Schritt - umfassendes Sofortpaket zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit gefordert

Wien (OTS/SK) - Als einen "ersten Schritt" bezeichnete SPÖ-Jugendsprecherin Angela Lueger die am Mittwochabend von Kommissionschef José Manuel Barroso präsentierten Pläne zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa. "Ich begrüße die Ankündigung der Kommission, 7,3 Milliarden Euro aus dem EU-Budget für Jobs für junge Menschen zur Verfügung zu stellen", führte Lueger am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst aus. Allerdings könnten mit dieser Summe - wie von der EU-Kommission selbst angeführt - lediglich 460.000 Jugendliche unterstützt werden. "Das ist angesichts von rund 5,6 Millionen arbeitslosen Jugendlichen in der EU zu wenig. Hier müssen noch weitere Anstrengungen unternommen werden. Wir brauchen ein Sofortprogramm gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit, das unter anderem eine Ausbildungsgarantie umfasst, wie wir sie in Österreich bereits kennen", so Lueger. ****

Ohne sofortige Maßnahmen drohe eine verlorene Generation ohne Perspektiven heranzuwachsen, führte Lueger weiter aus. Allein zwischen 2008 und 2011 habe sich die Jugendarbeitslosigkeitsquote nach Berechnungen der ILO um 26,5 Prozent erhöht. Der Anstieg war in Europa in diesen drei Jahren so stark wie in keiner anderen Weltregion. "Beschäftigungspolitik für junge Menschen muss daher Priorität auf der politischen Agenda haben", forderte die SPÖ-Jugendsprecherin. "Wir dürfen es nicht zulassen, dass einer ganzen Generation ihre faire Chance auf eine positive Zukunft genommen wird."

Die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit sei in der Vergangenheit von Österreich und Bundeskanzler Werner Faymann in der EU stark thematisiert worden, führte Lueger weiter aus. Konkret wurden die Ausbildungsgarantie und das duale Ausbildungssystem eingebracht. Auch der Vorschlag, nicht genutzte Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds gezielt für Maßnahmen zur Jugendbeschäftigung einzusetzen, wurde aufgegriffen. "Bei Jugendarbeitslosenraten von mehr als 22 Prozent in EU und Eurozone und länderweisen Spitzen bis zu 50 Prozent ist es höchst an der Zeit, gemeinsam EU-weit Maßnahmen zu setzen, um jungen Menschen Perspektiven zu bieten, sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren und somit auch die Wirtschaft anzukurbeln. Die extreme Jugendarbeitslosigkeit, aber auch die generell hohe Arbeitslosenquote in der EU von über 10 Prozent, gefährden die soziale sowie wirtschaftliche Stabilität der EU", so Lueger abschließend. (Schluss) sc/sas/mp

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