"Am Schauplatz"-Reportage "Das tägliche Brot" am 25. Mai im ORF

Wien (OTS) - In der Werbung sieht man sie oft: Bäcker, die mit kraftvollen Armen den Brotteig kneten und so suggerieren, Brot sei ein einfaches, traditionelles Nahrungsmittel. Quasi mit Reinheitsgebot wie das deutsche Bier. Die Realität sieht längst anders aus. Von uns allen nahezu unbemerkt hat die Industrie in die meisten Backstuben Einzug gehalten. Zuerst in Form von fertigen Brot-und Gebäckmischungen, die dem Bäcker weniger Arbeit machen als traditionelle Rezepte. Dann haben überhaupt Backfabriken gemeinsam mit dem Handel unsere Versorgung mit dem täglichen Brot übernommen, die Bäckereien sind entweder selbst zu Fabrikgröße angewachsen oder haben zugesperrt. Robert Gordon und Kameramann Gustl Gschwantner sind für die "Am Schauplatz"-Reportage "Das tägliche Brot" - zu sehen am Freitag, dem 25. Mai 2012, um 21.20 Uhr in ORF 2 - früh aufgestanden um herauszufinden, wie man gutes Brot bäckt und mit welchen Tricks die Semmerl-Esser getäuscht werden.

Wer im harten Konkurrenzkampf mithalten will, muss in immer kürzerer Zeit immer mehr produzieren. Auf riesigen Maschinen, die ihre eigenen, technischen Anforderungen an die Rohstoffe stellen. So hat sich mit der Zeit auch das Mehl verändert und eine wachsende Zahl an chemischen Zutaten wird in Brot und Gebäck gemischt. Nicht ohne Folgen für Konsumenten. Denn immer mehr Menschen vertragen Semmel, Weckerl und Co. nicht mehr oder leiden sogar an Zöliakie. Das ist eine Krankheit, die von Getreideeiweiß ausgelöst wird und den Darm schädigt.

Auch Körndlweckerln haben nicht unbedingt etwas mit Vollkorn zu tun. Stattdessen mischt man Backzusätze aus dem Chemiebaukasten der Lebensmittelindustrie ins Gebäck und färbt die Teige mit dunkel gerösteten Malzmehlen, damit sie gesünder ausschauen als sie sind.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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