WKÖ-Vize RfW-BO Amann fordert ein Ende der "Vogel-Strauß-Taktik" und eine rasche Umkehr der verfehlten Lehrlingspolitik der Regierung

Der RfW fordert den Blum Bonus Neu, mehr Förderung für die betriebliche Lehrlingsausbildung und das Zurückfahren der Mittel für die "Geldverbrennungsmaschinerie" ÜLA.

Wien (OTS) - Ein Ende der "Vogel-Strauß-Taktik" und eine rasche Umkehr der verfehlten Lehrlingspolitik der Regierung fordert heute WKÖ-Vizepräsident RfW-Bundesobmann Fritz Amann in Zusammenhang mit der erneuten Warnung der Industrie, dass in den nächsten Jahren zehntausende Facharbeiter fehlen. "Der SPÖVP-Weg in der Lehrlingsausbildung ist klar gescheitert. Die Lösung liegt auf der Hand: Einführung des Blum Bonus Neu, Aufstocken der Förderungen für die "echte", betriebliche Lehrlingsausbildung und Zurückfahren der Mittel für die "Geldverbrennungsmaschinerie" überbetriebliche Lehrausbildungsstätten (ÜLA)", so Amann.

Dass das Mitte 2008 eingeführte "Lehrlingspaket" der Regierung - mit der Zurücknahme des Blum-Bonus, der Zurücknahme der Lehrstellenberater und letztlich der Zurücknahme des Qualitätssicherungsmodells - vollends gescheitert sei, beweise ein Blick auf die Statistik: Im April 2008 waren in Österreich 118.293 betriebliche Lehrstellen besetzt, im April 2012 waren es 109.107. Das heißt, wir haben seit April 2008 um 9.186 weniger betriebliche Lehrlinge in Österreich", rechnet Amann vor. Im selben Zeitraum sei die Zahl der betrieblichen Erstjahrlehrlinge um 4.795 gesunken. "Und das, obwohl die negativen Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf die Lehrlingszahlen erst in den kommenden Jahren so richtig zum Tragen kommen werden", so Amann. Wenn man die Minuszahl von 4.795 auf die nächsten zehn Jahre hochrechne, ergebe das ein Minus von 47.950 fehlenden Facharbeitern.

Trotz dieser alarmierenden Prognosen und sämtlicher Expertenwarnungen habe die SPÖVP-Koalition die Mittel für die Lehrlingsförderung drastisch gekürzt und zusätzlich deren Image massiv geschadet. So mache der Wegfall der Ausbildungsfortschrittskontrolle zur Mitte der Lehrzeit aus der Lehre zu Unrecht eine Ausbildung "zweiter Klasse". An den finanziellen Ressourcen könne eine vernünftige Lehrlingspolitik jedenfalls nicht scheitern. "Ein einziger ÜLA-Platz kostet den Steuerzahler pro Jahr rund 18.000 Euro, das ist ein Vielfaches der Kosten für eine betriebliche Lehrstelle", so Amann.

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