GPA-djp-Gotthartsleitner: Charterline muss Lehrlingen tausende Euro nachzahlen

OGH verpflichtet Autoverleihfirma außerdem dazu, sich an Kollektivvertrag zu orientieren

Wien (OTS/ÖGB) - "Lehrlinge bei Charterline mussten sich jahrelang mit der Entschädigung zufrieden geben, die das Unternehmen für angemessen hielt. Die Bezahlung lag natürlich weit unter dem, was Lehrlinge in vergleichbaren Branchen verdienen", berichtet Helmut Gotthartsleitner, Bundesjugendsekretär der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier und erklärt warum die GPA-djp im Februar einen Antrag bei Gericht einbrachte, um die richtige Bezahlung durchzusetzen. Nunmehr liegt für die Betroffenen ein positives Ergebnis vor: Der Oberste Gerichtshof entschied, dass allen Lehrlingen, deren Lehrverhältnis mit der Autoverleihfirma nach dem Februar 2009 endete, Nachzahlungen zustehen. "Wir gehen von rund 200 Betroffenen aus", so Gotthartsleitner, "die Beträge, die jetzt eingeklagt werden müssen, summieren sich für manche ganz schön: Einem Lehrling, der sein Lehrverhältnis im September 2009 begonnen hat, stehen bis Ende April 2012 beispielsweise mehr als 6000 Euro brutto an Nachzahlung zu."

Die Lehrlinge haben drei Monate Zeit, ihre offenen Ansprüche einzufordern. "Wir haben mittlerweile alle Lehrlinge im Unternehmen Charterline über die Situation informiert und natürlich auch darüber, was ihnen zusteht", so Gotthartsleitner. Nach einem Antrag der GPA-djp beim OGH ist die Firma Charterline jetzt auch dazu verpflichtet, sich für die Rahmenbedingungen für Lehrlinge am Kollektivvertrag für das Personenbeförderungsgewerbe mit PKW zu orientieren.

"Zusätzlich haben wir einen Antrag beim Bundeseinigungsamt bezüglich Festsetzung einer Lehrlingsentschädigung eingebracht, um auch in Zukunft den Anspruch der Lehrlinge auf eine korrekte Lehrlingsentschädigung zu sichern", so Gotthartsleitner abschließend:
"Konkrete Erfolge wie diese Auseinandersetzung gegen die unfairen Methoden von Charterline motivieren uns im gewerkschaftlichen Engagement, die Arbeitswelt für junge Menschen ein Stück gerechter zu machen. Betroffene Lehrlinge können sich unter Tel. 050301-301 an die GPA-djp wenden, wir unterstützen sie gerne bei der Durchsetzung ihrer offenen Ansprüche."

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