Schieder tritt bei OECD Meeting in Paris für europäische Wachstumsinitiative ein

Anstrengungen gegen Jugendarbeitslosigkeit in der Eurozone sind absolute politische Priorität

Wien (OTS/SK) - "Wachstumsimpulse zu setzen muss jetzt im Mittelpunkt unserer politischen Bemühungen stehen", appellierte Finanzstaatssekretär Andreas Schieder beim heutigen OECD Ministerial Meeting in Paris. Ohne Maßnahmen zur Förderung des Wirtschaftswachstums, vor allem in strukturschwachen Regionen, werde Europa nicht aus der aktuellen Krise finden, betonte Andreas Schieder. Die aktuellen Prognosen der OECD weisen die hohe Jugendarbeitslosigkeit als Folge des Wachstumseinbruchs als Hauptproblem der Eurozone aus. Während die Arbeitslosigkeit in USA und Japan leicht zurückgehen wird, werde für die Eurozone ein weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit prognostiziert. Die Schaffung neuer Arbeitsplätze müsse deshalb Priorität haben. ****

Dazu gelte es, die Empfehlung der OECD, bei der Konsolidierung der Staatsschulden wachstumsfreundlich vorzugehen, ernst zu nehmen. "Eine reine Konzentration auf einseitiges Sparen wird die Abwärtsspirale nicht durchbrechen können. Die Politik der Konsolidierung gilt es um eine Politik der Wachstumsimpulse zu ergänzen", so der österreichische Finanzstaatssekretär.

"Investitionen im Bildungs- und Infrastrukturbereich, genauso wie in transeuropäische Netze und den Breitbandausbau können das Wachstum ankurbeln, Arbeitsplätze schaffen und erzielen gleichzeitig nachhaltige positive Effekte für die Bevölkerung Europas", so Schieder. Neben Investitionen in Großprojekte gelte es aber auch, regionale Strukturen zu fördern und Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen. Und auch die Verteilungsfrage gelte es neu zu stellen. Denn die ungleiche Verteilung zwischen und innerhalb von Staaten sei eine der wesentlichen Krisenursachen gewesen.

Inlandsnachfragte stützt positives österreichisches Wachstum

Die Aussichten für Österreich seine im Vergleich zur restlichen Eurozone sehr erfreulich. Das prognostizierte positive Wachstum von 0,8 Prozent für 2012 und 1,6 Prozent für 2013 ist laut OECD vor allem auf die Inlandsnachfrage gestützt. "Das zeigt, dass sich unsere Bemühungen, bei der Konsolidierung darauf zu achten, die Massenkaufkraft nicht zu schwächen, bezahlt machen", so Schieder. Das sei durch den sozial ausgewogenen Maßnahmenmix bei der Konsolidierung und die Ergänzung um Offensivmaßnahmen erreicht worden. (Schluss) ah/mp

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