Grüne Währing/Kneuer: Wohnungsbau im Semmelweisareal auf ÖVP-Wunsch beschlossen

Bezirksvorsteher Homole hat bedenkliche Gedächtnislücken

Wien (OTS) - "Bedenkliche Gedächtnislücken legt der Währinger Bezirksvorsteher Karl Homole an den Tag. Die Grünen Währing helfen gerne bei der Erinnerungsarbeit", so der Klubobmann der Grünen Währing, Marcel Kneuer. Im Jahr 2006 wurde ein neuer Flächenwidmungsplan für das Areal der Semmelweisklinik beschlossen. Dabei wurde unter anderem die Möglichkeit der Verbauung eines Teils des Areals bei der Hockegasse ermöglicht. Zu diesem Flächenwidmungsplan gab es mehr als 170 Einsprüche von AnrainerInnen, die leider alle von der Währinger Bezirksvertretung mit Stimmen der ÖVP und gegen die Stimmen der Grünen beschlossen wurden.

Im Jahr 2011 haben die Grünen Währing einen neuen Anlauf genommen um eine Rückwidmung der Wohnbaufläche in Grünland bzw. als Sportstätte (für den bestehenden Jugendfußballplatz) zu erreichen. Auch diese Initiative wurde von allen anderen Parteien inklusive der ÖVP abgelehnt, weil ihnen der Wohnbau auf diesem Grundstück wichtiger war.

"Wenn sich nun Bezirksvorsteher Homole als Retter des Grundstücks präsentieren will, indem er einen Einspruch gegen den Bau von Luxuswohnungen dort einlegt, ist das mehr als peinlich. Es zeigt deutlich, dass die ÖVP alles, was sie vor dem Jahr 2012 gemacht hat, gerne vergessen würde. Anstatt ein Bezirksvorsteherveto einzulegen, hätte Bezirksvorsteher Homole die mehrmaligen Möglichkeiten nützten sollen, den Wohnbau in diesem Gebiet zu verhindern. Leider waren hier Parteiinteressen aber vorrangig vor den Anliegen der AnrainerInnen", so Kneuer.

Die Grünen Währing sehen die präsentierte Nachnutzung der Semmelweisklinik weiterhin als eine sehr gute Lösung: "Mit einer Nachnutzung durch eine Schule sind wir den Idealvorstellungen für das Gelände sehr nahe gekommen. Es bleibt die Öffentlichkeit des Geländes erhalten, es kommt kein Wohnbau in den denkmalgeschützten Gebäuden, was ein massiv erhöhtes Verkehrsaufkommen bedeutet hätte, die Grünflächen bleiben weitestgehend erhalten. Die Schuld für den einzigen Wehmutstropfen - der Verbauung des Geländes bei der Hockegasse - muss die ÖVP wohl bei sich selbst suchen", so Kneuer abschließend.

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