JW-Roth: Dringender Handlungsbedarf bei alternativen Finanzierungsmöglichkeiten

Leitfaden der Jungen Wirtschaft gibt Überblick über Finanzierungsformen und zeigt Lücken auf

Wien (OTS/PWK335) - Neue Geschäftsideen auf Wachstumskurs haben oftmals dasselbe Problem: Die Finanzierung. Das fehlende Eigenkapital und nicht erhaltene Bankkredite machen die Umsetzung von guten Ideen und Projekten zuweilen unmöglich. Denn gerade die Bank bzw. das eigene Vermögen sind klarerweise die beiden wichtigsten Finanzierungsquellen für startende Selbstständige. Fast 90 Prozent der Jungunternehmer stützen sich jeweils auf diese beiden klassischen Formen - auch mangels echter Alternativen. Neue, attraktive Finanzierungsmöglichkeiten bieten hingegen Beteiligungs- bzw. Risikokapital-Instrumente. "Strengere Richtlinien zur Kapitalvergabe, wie Basel III, machen alternative Finanzierungsformen zur einzigen Alternative für Unternehmer, die expansiv unterwegs sind. In vielen Ländern sind diese Varianten bereits stark vertreten und im Einsatz. Sie sorgen dort für wirtschaftliche Dynamik und noch mehr Innovationskraft", erklärt der Vorsitzende der Jungen Wirtschaft, Markus Roth, und warnt: "Wenn wir für die Finanzierung über Business Angels, Venture Capital und Crowd Funding keine besseren Rahmenbedingungen schaffen, wird es in Zukunft keine jungen, rasch wachsenden Unternehmen in unserem Land mehr geben. Österreich hat hier unbestritten Nachholbedarf."

Venture Capital, Business Angels, Inkubatoren, Crowd-Funding & Co

Es besteht eine Reihe von Möglichkeiten und Varianten, wie junge, innovative Unternehmen zu externem Eigenkapital kommen können:
Venture Capital, Business Angels, Super Angels, Seed Fonds, industrielle Investoren, Inkubatoren, oder Crowd-Funding. Die Junge Wirtschaft hat als Serviceleistung für ihre Mitglieder gemeinsam mit den Autoren Rudolf Dömötör, Innovationsmotor e.U., und Univ.-Prof. Nikolaus Franke, Direktor des Instituts für Entrepreneurship und Innovation an der WU, einen Leitfaden aufgelegt, der die wichtigsten Formen alternativer Finanzierungsmöglichkeiten erklärt und beschreibt. Außerdem findet sich darin eine "Anleitung", wie man den passenden Investor findet, wie man die Verhandlungen führt, welche Unterlagen vorzubereiten sind und wie man zum Abschluss kommt.

Junges Wachstum stärker fördern

Die Junge Wirtschaft setzt sich seit geraumer Zeit für Maßnahmen zur Förderung von jungem Wachstum ein. "Österreichs Jungunternehmer brauchen weniger Belastungen, dafür mehr Freiräume, um ihre Leistungs- und Wirtschaftskraft voll entfalten zu können", so Roth, "wir fordern daher, dass die Rahmenbedingungen für Beteiligungskapital an jungen, innovativen Unternehmen deutlich verbessert werden. Den zusätzlichen Vorstoß für einen Jungunternehmerfonds seitens des Vizekanzlers können wir nur unterstützen." Konkret fordert die Junge Wirtschaft:

  • Die Erhöhung des Grenzbetrags für die Prospektpflicht auf 300.000 Euro
  • Den Ausbau bestehender Besicherungsmaßnahmen und das Ermöglichen der Nutzung von Crowd Funding
  • Die Einführung eines Beteiligungsfreibetrags in Höhe von 50.000 Euro im Verlauf von fünf Jahren
  • Den Aufbau eines Risikokapital-Fonds mit staatlicher Unterstützung

"Unser Credo lautet: Lieber in Kematen in ein heimisches Start-up bzw. junges Unternehmen investieren, anstatt auf den Caymans das Geld zu parken. Damit kurbeln wir das dringend benötigte Wachstum an. Das ist eine echte Chance für Österreich", so Roth abschließend.(ES)

Nähere Infos unter: www.jungewirtschaft.at/finanzierung

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