• 21.05.2012, 09:09:59
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MVÖ präsentiert Betriebskostenspiegel 2012

Betriebskosten bleiben stabil, die Kosten für Versicherungen steigen weiter an und stellen mittlerweile den größten Posten dar

Kostenanteile Betriebskosten 2012

Wien (OTS) - Die Mietervereinigung Österreichs präsentiert erneut
die aktualisierten Werte im Bereich der Hausbetriebskosten für Wien
und schafft so Transparenz in diesem Bereich. Vom Jahr 2010 auf das
Jahr 2011 ist der Durchschnittsbetrag der Betriebskosten ohne Lift
von 1,64 auf 1,67 Euro nur leicht angestiegen. Die Teuerung von 2 %
liegt gering über der Inflationsrate aus dem Jahr 2010, die mit 1,9
Prozent zu Buche schlug. Diese Erhöhung der Betriebskosten ist
seitens der Mietervereinigung als normal zu bewerten.

Versicherung raus aus den BK

Auffällig ist aber, dass die Kosten für die Reinigung erneut um
1,5% gestiegen sind, die Versicherungsprämien sogar um 2,4 %.
Mittlerweile machen die Versicherungsprämien mit einem Anteil von 26
% mehr als ein Viertel der zu bezahlenden Betriebskosten aus und
stellen somit den größten Posten dar. Mit den Versicherungsprämien,
die das Haftpflicht- und Erhaltungsrisiko des Hauseigentümers
absichern (und somit - ebenso wie die Grundsteuer - in keinem
Zusammenhang mit der Nutzung durch die MieterInnen stehen), werden
die Kosten, die eigentlich der Hauseigentümer zu zahlen hätte, auf
die MieterInnen überwälzt. "Die Versicherungsprämien stellen mit
einem Anteil von 26% eine enorme Kostenbelastung für die Mieterinnen
und Mieter dar, die nicht gerechtfertigt ist", gibt Georg
Niedermühlbichler, Präsident der Mietervereinigung zu bedenken.
Der wienweite Durchschnittswert (netto ohne Gemeinschaftsanlagen)
liegt bei Euro 20,03/m2. Bei einer 70 m2 Wohnung ergibt dies eine
Kostenbelastung von Euro 1.402,10 netto im Jahr bzw. Euro 116,84,-
netto im Monat. Davon sind alleine Euro 30,38,- pro Monat nur an
Versicherungsprämien zu bezahlen. "Die Mieterinnen und Mieter müssen
im Jahr Euro 364 für Versicherungen zahlen und das ist überhaupt
nicht einzusehen. Daher bleiben wir bei unserer Forderung an den
Gesetzgeber, die Versicherungskosten und öffentliche Abgaben aus dem
Betriebskostenkatalog zu streichen", betont Niedermühlbichler.

Der Betriebskostenspiegel 2012 ist mit einer genauen
Aufschlüsselung aller Ergebnisse für die einzelnen Bezirke auf der
Homepage der MVÖ (www.mietervereiniung.at) im Servicebereich zum
Download bereitgestellt.

Bis zum 30. Juni dieses Jahres müssen die Abrechnungen für jedes
Wohnhaus gelegt werden. Es empfiehlt sich, diese zu kontrollieren und
mit den Werten des Betriebskostenspiegels zu vergleichen. "Weichen
die Werte signifikant von den Werten des Betriebskostenspiegels ab,
so raten wir dringend dazu, die Abrechnung von einer geeigneten
Stelle überprüfen zu lassen. Nach wie vor beanstanden wir jede zweite
Betriebskostenabrechnung, die uns zur Überprüfung vorgelegt wird", so
Niedermühlbichler abschließend.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Bakk. Julia Zdovc
Tel.:050195-3312
mailto:[email protected]
www.mietervereinigung.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MVO

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