ORF III steht weiter im Zeichen des Dalai-Lama-Besuchs in Österreich

Am 21. Mai im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - Anlässlich des neuntägigen Besuches des Dalai Lamas in Österreich von 17. bis 26. Mai 2012 widmet sich ORF III Kultur und Information am Montag, dem 21. Mai, in einem besonderen Dokumentations-Schwerpunkt dem Heimatland des geistlichen Oberhauptes der Tibeter. Im Hauptabend wird "Das Geheimnis der Sherpa" erforscht, danach steht das Leid der tibetischen Bevölkerung unter der chinesischen Besetzung im Mittelpunkt und abschließend begleitet ORF III junge Tibeter auf ihrer Flucht ins indische Exil Dharamsala.

Doku.Zeit: "Das Geheimnis der Sherpa" (20.15 Uhr)

Es ist eines der größten Rätsel der Geschichte: Warum verließen die Sherpa ihr fruchtbares Zuhause in Ost-Tibet und ließen sich in der dürftigen Berggegend rund um den Mount Everest nieder? Waren sie von religiösen Motiven geleitet und auf der Suche nach dem Paradies auf Erden? Befanden sie sich gar auf der Flucht vor den Plünderungen der Mongolen? Warum ist nichts in den alten Schriften des Klans überliefert? Um klare Antworten auf unzählige offene Fragen liefern zu können, hat Gertrude Reinisch die Spuren der "Menschen aus dem Osten" zurück in ihre ursprüngliche Heimat verfolgt. "Das Geheimnis der Sherpa" gewährt Einblicke in ein Gebiet, das zuvor noch kein Fremder betreten durfte. Zum ersten Mal wurde Ausländern der Zutritt gewährt. ORF III Kultur und Information zeigt die ersten Filmaufnahmen, die dort entstanden sind. Eine unter extremen klimatischen Bedingungen gedrehte Dokumentation, deren Filmmusik von Hubert von Goisern komponiert wurde.

DokuMente: "Tibet - Geschichte einer Tragödie" (21.50 Uhr)

Im Anschluss stehen die jüngere Geschichte Tibets und das Leid der tibetischen Bevölkerung unter der jahrzehntelangen chinesischen Besetzung im Mittelpunkt. Im Jahr 1938 galt Tibet noch als ein Land, das nach dem Modell einer Feudalherrschaft regierte: Die Macht lag zum größten Teil in der Hand buddhistischer Mönche, an deren Spitze der Dalai Lama, in einer ewigen Reinkarnation seines Vorgängers, stand. Über Jahrhunderte konnte das Land am Himalaya seine kulturelle und politische Unabhängigkeit bewahren, bis der damalige Staatspräsident Chinas, Mao Tse-tung, die Tibeter drängte, sich von ihrem feudalen Herrschaftssystem zu befreien.
Der Einmarsch chinesischer Truppen in Tibet im Jahr 1950 war der Beginn von Unterdrückung, Massaker und Vernichtung des tibetischen Volkes. Mehr als eine Million Tibeter sind der chinesischen Besatzungspolitik bisher zum Opfer gefallen - mehr als ein Sechstel der Bevölkerung. Mit einer außergewöhnlichen Sammlung an Archivmaterial erzählt der Film die "Geschichte einer Tragödie" und die Geschichte des 14. Dalai Lamas, die untrennbar mit dem Schicksal Tibets verbunden ist: Tenzin Gyatso lebt im indischen Exil Dharamsala und kämpft seit den Unruhen ohne jeglichen Gebrauch von Gewalt für die Freiheit seines Landes, wofür ihm im Jahr 1989 der Friedensnobelpreis verliehen wurde.

DokuMente: "Flucht über den Himalaya - Tibets Kinder auf dem Weg ins Exil" (22.45 Uhr)

Als Leidtragende der chinesischen Besatzungspolitik in Tibet gelten vor allem die Kinder des "Schneelandes": Sie können sich wegen der hohen Schulgelder kaum noch Bildung leisten. Ungebildete Tibetaner seien leichter zu unterdrücken, hofft man in Peking. Deren einziger Ausweg führt in das indische Exil und dieser wiederum über den Himalaya. In einer vielfach ausgezeichneten Dokumentation ging Regisseurin Maria Blumencron einer dieser Gruppen von indischer Seite aus mit einem Kamerateam entgegen. Auf fast 6.000 Meter Höhe begegneten ihnen sechs Kinder, in Begleitung mehrerer Erwachsener:
Sie mussten ihren Eltern für immer Lebewohl sagen, da sie in ihrer eigenen Heimat keine Chance auf Ausbildung haben. Ein berührender Film über das Schicksal junger Tibeter.

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