Neues Volksblatt: "Transparenz" von Markus EBERT

Ausgabe vom 19. Mai 2012

Linz (OTS) - Auch wenn sich die Unterrichtsministerin das wünscht
- Geheimhaltung nämlich - und das zuständige Bundesinstitut für Bildungsforschung betont, dass es weder Schul- noch Bundesländerrankings geben soll, darf man getrost auf das Gegenteil wetten. Die Ergebnisse der Bildungsstandard-Testung werden Stoff für viele Diskussionen liefern, sie werden die Bildungsdebatte anheizen, und sie werden dort, wo es nützt, selbstverständlich öffentlich gemacht werden. Womit sich die Frage stellt, ob man mit den Ergebnisse nicht von vorherein anders verfährt, denn dann sind wenigstens alle Spekulationen vom Tisch.
Natürlich muss man hintanhalten, dass jemand an den Pranger gestellt wird. Aber Benchmarking ist mittlerweile eine Selbstverständlichkeit geworden und bereitet beispielsweise Österreich im internationalen Hochschulvergleich alle Jahre wieder keine besonders erfreulichen Ergebnisse (auch wenn das sehr unterschiedliche Gründe hat).
Jetzt, wo Transparenz in aller Munde ist - von der Transparenzdatenbank bis hin zur Parteienförderung -, sollte sich auch Frau Schmied einen Ruck geben. Schließlich sollte man durchaus wissen, wie die Neue Mittelschule im Vergleich so liegt, oder wo Direktoren gegenüber Lehrern Interventionsmöglichkeiten brauchen oder ob einfach das Geld gut eingesetzt ist.

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