Grüne Wien: Diskussion um Grab von NS-Idol grotesk

Ellensohn: NS-Heldenverehrung hat keinen Platz neben Ehrengräbern von FreiheitskämpferInnen

Wien (OTS) - "Nach 67 Jahren des Friedens in Österreich mutet es grotesk an, dass wir heute darüber reden, ob das Grab eines NS-Idols in einer Reihe mit denen von Freiheits- und WiderstandskämpferInnen bleiben darf. Und dass das Innenministerium indirekt die Kosten der Grabpflege trägt. Wie soll man das einem Schulkind im 21. Jahrhundert erklären?", kommentiert David Ellensohn, Klubobmann der Grünen Wien, den Bericht auf orf.at, nachdem das Grab des NS-Offiziers Nowotny laut Innenministerium in der Ehrengrabgruppe neben der Präsidentengruft am Zentralfriedhof verbleiben soll.

In der Ehrengrabgruppe 14C am Zentralfriedhof befinden sich unter anderem die Gräber von Rosa Jochmann, Otto Probst und Leopold Figl. Allesamt PolitikerInnen, die für die Freiheit Österreichs stehen und die von den Nationalsozialisten in Konzentrationslager gesperrt wurden. In einer Reihe mit deren Gräbern liegt das Grab eines NS-Offiziers. Ein Hinweisschild, dass es sich bei diesem um kein Ehrengrab mehr handelt, fehlt.

"Dieser Pilot der Wehrmacht hat keine andere Leistung erbracht als Nationalsozialist zu sein. Die derzeitige Diskussion zeigt, dass Teile von Österreich immer noch nicht fertig sind mit der Bewältigung der Vergangenheit. Diese Ewiggestrigen machen das Grab dann auch zu einer Pilgerstätte. Es ist aber praktisch allen im Land bis auf eine verschwindende Minderheit klar, wem eine Ehrung gebührt und wem nicht", schließt Ellensohn.

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