"Orientierung": Deutscher Katholikentag wirbt für "einladende Kirche"

Außerdem am 20. Mai: Der Glaube des Dalai Lamas

Wien (OTS) - Christoph Riedl präsentiert im ORF-Religionsmagazin "Orientierung" am Sonntag, dem 20. Mai 2012, um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

"Aufbruch wagen" - Deutscher Katholikentag wirbt für "einladende Kirche"

Gegen Resignation und Rückzug, für ein Engagement in Kirche und Gesellschaft plädiert man in einem "Mannheimer Aufruf", der am Vortag des Beginns des 98. Deutschen Katholikentags vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) veröffentlicht worden ist. Bei der Großveranstaltung, die von Mittwochabend bis Sonntag dauert, werden rund 60.000 Besucher erwartet. Geplant sind mehr als 1.200 Einzelveranstaltungen wie Gebete, biblische Impulse, Ausstellungen und Konzerte sowie Podiumsdiskussionen und Fachvorträge. Erwartet werden auch hochrangige deutsche Politiker wie Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck - beide übrigens evangelische Christen. Ein Bericht von Marcus Marschalek.

"Schüller goes Germany" - Diskussionen über Pfarrer-Initiative in Mannheim

Großes Medien-Interesse begleitet Helmut Schüller, Sprecher der österreichischen Pfarrer-Initiative, dieser Tage in Mannheim: Nach einem Bericht des "Spiegel", wonach Schüller auch beim offiziellen Katholikentag in Mannheim auftreten werde, bemühte sich die Führung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) um ein rasches Dementi. Klar war bald: Schüller ist Gast des Alternativen Katholikentags, der u. a. von "Wir sind Kirche" organisiert wird, nicht aber offizieller Redner beim Deutschen Katholikentag. Dem Bekanntheitsgrad des Pfarrers aus Österreich hat die öffentliche Diskussion nicht geschadet, im Gegenteil: Der Auftritt Schüllers bei einer Podiumsdiskussion in Mannheim nächsten Samstag - Titel:
"Kirchenreform für Anfänger: Strategien zwischen Dialog und Widerstand" - lässt einen riesigen Publikumsandrang und ein beachtliches Medien-Echo erwarten. Ein Bericht von Johannes Marlovits.

"Helfen, um Hunger auszulöschen" - Caritas-Präsident Küberl im Gespräch

Weltweit hungern 925 Millionen Menschen. Täglich sterben rund 7.000 Kinder an den Folgen von Hunger und Unterernährung. Aktuell sind in der afrikanischen Sahelzone etwa 13 Millionen Menschen von Dürre und Bürgerkrieg betroffen und benötigen dringend Hilfe. Der Kampf gegen den Hunger wird daher Thema eines Caritas-Kongresses mit dem Titel "Zukunft ohne Hunger" sein, der von 1. bis 3. Juni in Wien stattfinden wird. Dabei werden Expertinnen und Experten wie der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan sowie Vortragende aus 19 Ländern gemeinsam beraten, wie man "den Hunger satt bekommen" kann. Im "Orientierung"-Interview appelliert Caritas-Präsident Franz Küberl an die politisch Verantwortlichen, "zusammen zu helfen, um Hunger auszulöschen." In Österreich gebe es "zu wenige Menschen, denen es ein Anliegen ist, dass es auch dem Nachbarn im Süden gut geht", so Küberl. Gestaltung: Christoph Riedl.

1837 - Vertreibung aus Tirol: Warum Protestanten ausgewiesen wurden

Es geschah vor 175 Jahren im Tiroler Zillertal: 427 Frauen, Männer und Kinder mussten ihre Heimat verlassen, weil sie als Protestanten ihrem Glauben nicht abschwören wollten. Dabei hatte Kaiser Joseph II. eigentlich bereits 1781 mit dem Toleranzpatent die freie Religionsausübung weitgehend erlaubt. Doch in Tirol gingen die Uhren anders: Protestanten wurden als Sektierer denunziert, evangelische Schriften konfisziert. Der Tiroler Landtag und katholische Würdenträger setzten schließlich ihren Willen durch: In Tirol durfte nur der bleiben, der auch katholisch war. Die vertriebenen Zillertaler Protestanten fanden im damaligen Schlesien, später in Chile, eine neue Heimat. Das Zillertal stellt sich heute auch diesem unrühmlichen Kapitel seiner Geschichte: Mit vielen Nachfahren der Vertriebenen steht man mittlerweile in freundschaftlichem Kontakt und die 175-Jahre-Gedenkfeiern dieser Tage sollen auch so etwas wie ein Zeichen der Aufarbeitung des Geschehenen sein. Ein Bericht von Kurt Reindl.

Der Glaube des Dalai Lamas: Geheimnisvolle Welt des tibetischen Buddhismus

Der Dalai Lama zu Besuch in Österreich: In Kärnten, Salzburg und Wien wird das geistliche Oberhaupt der Tibeter in den nächsten Tagen zu Gast sein. Als "Weltstar" wird der 76-jährige Friedensnobelpreisträger heute gehandelt - auch wenn die chinesische Führung nicht müde wird, ihn zu diskreditieren und gegen Treffen des Dalai Lama mit hochrangigen westlichen Politikern zu protestieren. Und so wird über den Dalai Lama weiterhin viel berichtet, deutlich weniger freilich über die komplexe Welt des Buddhismus, der er entstammt. Dabei ist es nicht einfach, sich in dieser Welt auch nur einigermaßen zurechtzufinden - unterschiedliche Richtungen haben sich im Lauf der Jahrhunderte herausgebildet und selbst der tibetische Buddhismus, ein Zweig des Mahayana-Buddhismus ("großes Fahrzeug"), kennt vier Hauptschulen. Als prominentester Vertreter der jüngsten Schule - der Gelug-Schule, entstanden im 14. Jahrhundert - gilt der Dalai Lama. Mit den Worten "ozeangleicher Lehrer" kann dieser Titel übersetzt werden, den - als 14. Dalai Lama - Tenzin Gyatso trägt. Aber was zeichnet das Weltbild dieses geistlichen Führers aus? Woran glauben Anhänger des tibetischen Buddhismus? Und was glaubt der Dalai Lama? Ein Bericht von Marcus Marschalek.

Der ORF begleitet den Österreichbesuch des Dalai Lamas mit einer umfangreichen Berichterstattung in allen Medien (detaillierte Infos unter http://presse.ORF.at) - im Fernsehen mit Berichten des aktuellen Dienstes, Dokumentationen der Religionsabteilung in ORF 2 und ORF III. Eines der Highlights: Ein ausführliches Interview mit dem Friedensnobelpreisträger in der "ZiB 2" am 21. Mai bzw. in "kreuz und quer" am 22. Mai. Auch Ö1, die ORF-Landesstudios sowie ORF.at und ORF TELETEXT widmen dem Dalai-Lama-Besuch breiten Raum.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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