BZÖ-Grosz kritisiert Bundespräsident Fischer wegen Haltung zu Dalai Lama Besuch

Präsidentschaftskanzlei fürchtet offenbar um das wöchentliche "Frühlingsrollen-Deputat" aus der chinesischen Botschaft

Graz/Wien (OTS) - Heftige Kritik an Bundespräsident Heinz Fischer übte heute BZÖ-Menschenrechtssprecher Abg. Gerald Grosz. "Es ist eine einzigartige Frechheit und Peinlichkeit zugleich, dass sich der Bundespräsident geschickt jeder Begegnung mit dem Oberhaupt der Tibeter entzieht. Der Dalai Lama ist nicht nur Friedensnobelpreisträger, sondern auch anerkanntes Oberhaupt einer anerkannten Religionsgemeinschaft und ist daher durch die Staatsspitze auch respektvoll und würdig zu empfangen. Offenbar fürchtet sich Fischer davor, dass ihm die chinesische Botschaft das wöchentliche Frühlingsrollen-Deputat entzieht. Der Bundespräsident zeigt damit einmal mehr, dass der "Häusl-Vergleich" des verstorbenen Bruno Kreisky doch keine Legende ist", so Grosz.

Auch Bundeskanzler Werner Faymann erntet Kritik. "Die Vorgangsweise, den Dalai Lama quasi zufällig gemeinsam mit dem Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn zu treffen, mag zwar protokollarisch pfiffig sein, zeugt aber auch von mangelndem Rückgrat. Noch ist Österreich keine Sektion der chinesischen KP. Aber was will man sich von einer österreichischen Außenpolitik anderes erwarten, die zu Menschenrechtsverletzungen weltweit ständig schweigt, die Christenverfolgung im Nahen Osten stillschweigend duldet und selbst vor einer offiziellen Begegnung mit einem Friedensnobelpreisträger anscheinend die Hosen voll hat!", so Grosz.

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