ORF III mit einem Dalai-Lama-Porträt und Plácido Domingo in "Cavalleria rusticana" und "Der Bajazzo"

Am 19. und 20. Mai im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - ORF III Kultur und Information erinnert am Samstag,
dem 19. Mai 2012, anlässlich des neuntägigen Österreichbesuchs des Dalai Lamas (nähere Infos zu den zahlreichen ORF-Sendungen unter presse.ORF.at), an dessen Rücktritt von seiner Funktion als politisches Oberhaupt der Tibeter vor einem Jahr und beleuchtet dessen Kampf für ein freies Tibet. Im Hauptabend startet ORF III im Rahmen der zehnteiligen Dokumentationsreihe "Alltag unterm Hakenkreuz" die Reportage-Trilogie "Mit der Kamera an der Ostfront" und zeigt eindringliche Kriegsaufnahmen des jungen Soldaten Götz Hirt-Reger.
Am Sonntag, dem 20. Mai, stellt ORF III Kultur und Information den unvergleichbaren Plácido Domingo in den Mittelpunkt und lässt die Karriere des Startenors Revue passieren, bevor er in "Cavalleria rusticana" und "Der Bajazzo" das Publikum begeistert.

Samstag, 19. Mai 2012

Unser Österreich: "Land der Berge: Dalai Lama - Ein König tritt zurück" (19.25 Uhr)

Um nur mehr als geistliches Oberhaupt aller Tibeter angesehen zu werden, trat Tenzin Gyatso, der 14. Dalai Lama, im April 2011 von seiner Funktion als politischer Führer der tibetischen Exilregierung im indischen Dharamsala zurück. Als dessen Nachfolger haben die Tibeter Lobsang Sangay, der bereits im Exil geboren wurde, auserkoren. Anlässlich des neuntägigen Österreich-Aufenthalts des Dalai Lamas vom 17. bis 26. Mai 2012 beleuchtet ORF III Kultur und Information in einem beeindruckenden "Land der Berge"-Porträt das einerseits ereignisreiche und andererseits enttäuschende Leben des Gottkönigs. Bereits als Fünfähriger wurde Tenzin Gyatso als 14. Dalai Lama inthronisiert und im Alter von 15 Jahren übernahm er die volle Macht als tibetisches Staatsoberhaupt.

zeit.geschichte: "Alltag unterm Hakenkreuz: Mit der Kamera an der Ostfront 1/3" (20.15 Uhr)

Ein pompöser Massenaufmarsch der NSDAP, ein Meer aus Hakenkreuzflaggen oder eine Weihnachtsfeier im Kreise der Familie:
spannende Motive mussten Amateurfilmer in den 30er Jahren in Deutschland nicht lange suchen. Das erkannte auch der im Jahr 1920 geborenen Leipziger Götz Hirt-Reger. Wie zahlreiche andere Jungen seiner Generation wurde er zum Reichsarbeitsdienst, dann zur Grundausbildung bei der Wehrmacht und schließlich als Soldat an die Ostfront geschickt. Seine Erlebnisse im besetzten Polen und beim grausamen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion hielt der erst 21-Jährige mit seiner Kamera fest - unzensiert und aus der Sicht eines einfachen Soldaten. Mittlerweile zählen Hirt-Regers Kriegsvideos zu den wichtigsten Filmquellen aus den Jahren des Zweiten Weltkrieges. "Mit der Kamera an der Ostfront 1/3" ist der Auftakt einer außergewöhnlichen Reportage-Trilogie, die im Rahmen der von Friedrich von Thuns präsentierten Dokumentationsreihe "Alltag unterm Hakenkreuz" in den Mittelpunkt gestellt werden. ORF III Kultur und Information gewährt damit authentische Einblicke in die Zeit des Nationalsozialismus.

zeit.geschichte: "Alltag unterm Hakenkreuz: Mit der Kamera an der Ostfront 2/3" (21.05 Uhr)

Danach zeigt ORF III Kultur und Information den mittlerweile 22-jährigen Götz Hirt-Reger an der Ostfront, wo er im Winter 1942/43 als Filmberichterstatter stationiert wurde. Rund 3.000 solcher Reporter waren im Zweiten Weltkrieg auf deutscher Seite im Einsatz. Eingebettet in die kämpfenden Truppen drehten sie im Auftrag des nationalsozialistischen Propagandaministeriums an vorderster Front und lieferten Bilder für die "Deutsche Wochenschau". Im Gepäck hatte Hirt-Reger aber nicht nur seine offizielle Filmausrüstung, sondern auch seine private Kamera. Damit dokumentierte er in eindringlichen Bildern Tod und Verwüstung, das Leid der Zivilbevölkerung sowie den Alltag der deutschen Soldaten.

Kult.reloaded: "Das Zeitventil: Das aktuelle Fernsehbrettl" (21.55 Uhr)

Fernsehlegenden wie Gerhard Bronner, Rudi Schippel und Eva Pilz zeigen, dass sie nicht nur einen g'sunden Schmäh besitzen, sondern auch über sich selbst lachen können. Wenn Kurt Sobotka und Peter Frick auf einem Baum sitzend darüber diskutieren, ob ein Bademeister schwimmen können muss, Wienerlieder von A bis Z erklingen, ein Streifzug durch die Schulkultur anhand des Geschichtsunterrichts veranschaulicht wird und eine Parodie über österreichische Wurstqualität die Lachmuskeln anheizt, blickt ORF III Kultur und Information durch "Das Zeitventil".

Sonntag, 20. Mai 2012

Erlebnis.Bühne-Künstlerporträt: "Unsterblicher Plácido" (19.15 Uhr)

Er gilt als einer der vielseitigsten Tenöre weltweit und feierte im Jänner des vergangenen Jahres seinen 70. Geburtstag: Plácido Domingo verbrachte seine Kindheit ab dem neunten Lebensjahr in Mexiko. Bereits im Alter von 18 Jahren debütierte er in einer kleinen Rolle in Giuseppe Verdis "Rigoletto", zwei Jahre später brillierte er bereits als Alfredo in Verdis "La Traviata". Seine internationale Karriere begann im Jahr 1966 mit einem erfolgreichen Auftritt an der New York City Opera. Seither begeistert er an allen großen Opernhäusern und -festspielen der Welt.

Unvergleichbaren Ruhm erlangte er neben José Carreras und Luciano Pavarotti auch als einer der "Drei Tenöre". Derzeit ist er als künstlerischer Leiter der Opernhäuser in Washington und Los Angeles tätig und dirigiert regelmäßig u. a. an der Wiener Staatsoper sowie am Theater an der Wien. Mit unvergesslichen Einspielungen und Opernaufnahmen lässt Regisseurin Karina Fibich die Karriere des Startenors Revue passieren. ORF III Kultur und Information zeigt ein "Erlebnis.Bühne"-Künstlerporträt über einen außergewöhnlichen Publikumsliebling.

Erlebnis.Bühne mit Barbara Rett: "Cavalleria rusticana" (20.15 Uhr)

Im Hauptabend begleitet Barbara Rett den Startenor in ein sizilianisches Dorf. Pietro Mascagnis "Cavalleria rusticana" erzählt von den Gefühlen zwischen Santuzza und ihrem Geliebten Turiddu. Warum sich die leidenschaftliche Liebe der beiden am Ostermorgen in leidenschaftlichen Hass verwandelt und ob Turiddu das Duell gegen Alfio überlebt, verraten in den Hauptrollen Elena Obraztsova, Plácido Domingo und Renato Bruson. Die Uraufführung fand am 17. Mai 1890 in Rom statt. ORF III Kultur und Information zeigt die Verfilmung der veristischen Oper unter dem Dirigat von Georges Prêtre und der Regie von Franco Zeffirelli.

Erlebnis.Bühne mit Barbara Rett: "Der Bajazzo" (21.30 Uhr)

Danach begeistert Plácido Domingo an der Seite der kanadischen Sopranistin Teresa Stratas in Ruggero Leoncavallos berühmtester Oper. ORF-III-Kulturmoderatorin Barbara Rett präsentiert "Der Bajazzo" und erläutert im Vorfeld Hintergründe zum Werk und Schaffen des Künstlers. Das Stück wurde vor 120 Jahren in Mailand uraufgeführt und ist Leoncavallos einziges Werk, das bis heute als Teil des Standard-Opernrepertoires gilt. Nach "Cavalleria rusticana" wurde "Der Bajazzo" als zweite große Oper des Verismo gefeiert. Sie bringt die Gefühle des einfachen Volkes auf die Bühne und erzählt eine Geschichte von Liebe, Tod und Leidenschaft. Unter dem Dirigat von Georges Prêtre und der Regie von Franco Zeffirelli brillieren Plácido Domingo, Teresa Stratas, Juan Pons, Alberto Rinaldi und Florindo Andreolli.

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