ÖH zu Töchterle Vorstoß bei PädagogInnenbildung: es braucht Vorgaben vom Bund

fünf-jähriges Studium für alle PädagogInnen unabdingbar

Wien (OTS) - Der Gesetzgeber solle nur noch "ganz wichtige grobe Rahmenbedingungen vorgeben" und die Institutionen wüssten schon, was sie liefern sollen, so die Vorschläge Töchterles zur LehrerInnenausbildung. "Grundsätzlich ist es erfreulich, dass es Bewegung in der Frage der PädagogInnenbildung gibt. Der Autonomie-Begriff darf jedoch nicht zu weit getrieben werden. Es braucht klare Vorgaben vom Bund, um eine einheitliche und qualitativ hochwertige Ausbildung aller PädagogInnen zu gewährleisten" so Peter Grabuschnig, ÖH Generalsekretär.

Dem Minister schwebt zudem vor, dass die Gemeinden bei den Kindergärten selbst per Ausschreibung nach Personal suchen sollen. "Damit würde sich die Diskussion darüber erübrigen, ob KindergartenpädagogInnen eine akademische Ausbildung brauchen. Dieser Vorschlag birgt eine extreme Gefahr einer Nivellierung des Ausbildungsniveaus nach unten, denn Sparen werden die Gemeinden bei Gehältern immer wollen - und jede Zusatzqualifikation kostet nun mal", erklärt Janine Wulz vom Vorsitzteam der ÖH.

"Wenn zukünftig regional entschieden werden soll, wie sich die Trägerinstitutionen der PädagogInnenbildung entwicklen, ist es unerlässlich die davon am stärksten betroffene Gruppe - die Studierenden - in die regionalen Entwicklungsteams miteinzubeziehen. Für uns steht fest: es braucht ein Bundesgesetz, in dem für alle PädagogInnen vor allem auch für die Elementar- und Primarstufe einheitlich festgelegt ist, dass es eine akademische fünfjährige Ausbildung für alle PädagogInnen braucht", so Angelika Gruber vom Vorsitzteam der ÖH.

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