CARE zum G8-Gipfel: Hungerkrise im Sahel muss Top-Thema sein!

Neuesten Erhebungen zufolge benötigen mehr als 18 Millionen Menschen in Westafrika dringend Hilfe

Wien (OTS) - Zum heutigen Auftakt des G8-Gipfels im
amerikanischen Camp David weist die Hilfsorganisation CARE auf einen neuen Bericht des "Food Crisis Prevention Networks" hin, der vor einer dramatischen Verschlechterung der Situation in der Sahelzone warnt. Inzwischen benötigen dort über 18 Millionen Menschen Nahrungsmittelhilfe.

Ab heute diskutieren die Staats- und Regierungschefs der G8-Staaten im amerikanischen Camp David über langfristige Strategien gegen Hungerkrisen auf dem afrikanischen Kontinent. CARE fordert die Regierungen angesichts der neuen Informationen aus Westafrika dazu auf, die Sahelzone in den Mittelpunkt ihrer Besprechungen zu stellen und dafür zu sorgen, dass den Worten schnellstmöglich Taten folgen.

Der Bericht ist auf der Grundlage von Daten erstellt worden, die vor Ort tätige Hilfsorganisationen erhoben haben und ordnet die Regionen in fünf Phasen ein. Die Daten zeigen eine dramatische Entwicklung:
Bereits im März hat ein Großteil der Bevölkerung aller Staaten im westlichen Sahel ein "kritisches" Level von Hunger erreicht, die dritte Phase. Einige Teile Malis und Mauretaniens seien bereits in Phase vier ("extrem") und näherten sich der fünften "katastrophalen" Phase. Bald werden auch die bevölkerungsreichen Regionen des Niger ein kritisches Niveau von Nahrungsknappheit erreichen, ebenso wie weite Teile des Tschad. Die Krise wird sich im Sommer noch verschlimmern, denn die nächste Ernte wird nicht vor Oktober erwartet. Zu geringe Niederschläge, Umweltschäden und Insektenplagen hatten bereits der letzten Ernte schweren Schaden zugefügt, zusätzlich leidet die Region seit einigen Monaten unter Konflikten, politischer Instabilität und steigenden Nahrungsmittelpreisen.

CARE leistet im Tschad, Niger und in Mali Hilfe, wo 13,5 Millionen Menschen von Hunger bedroht sind. U.a. verteilt die Hilfsorganisation Nahrungsmittel und Bargeld an die am schlimmsten betroffenen Haushalte, repariert Brunnen und Sanitäranlagen und führt Cash-for-Work-Programme durch.
Der Bericht des Food Crisis Prevention Network kann hier heruntergeladen werden:
http://www.care.org/emergency/niger-sahel-west-africa-food-crisis-hum
anitarian-aid/pdf/Sahel_Niger_Update.PDF

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