Bayr: Müttersterblichkeit laut UNFPA weltweit halbiert

"Internationale Ziele zur Senkung der Müttersterblichkeit trotzdem noch in weiter Ferne"

Wien (OTS/SK) - Laut der heute, Mittwoch, erschienen Studie des UN-Bevölkerungsfonds UNFPA, hat sich die Zahl der Frauen, die aufgrund von Komplikationen während der Schwangerschaft oder der Geburt sterben, in den vergangenen 20 Jahren weltweit nahezu halbiert. Im Jahr 1990 starben 543.000 Frauen. Bis 2012 konnte die Zahl auf 287.000 Frauen verringert werden. Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, betrachtet die Zahlen dennoch zwiespältig: "Trotz der Senkung der Todesfälle um 47 Prozent, stirbt den Angaben des UNFPA zufolge immer noch fast alle zwei Minuten eine Frau im Kindbett." Damit seien die internationalen Ziele zur Senkung der Müttersterblichkeit noch in weiter Ferne, so Bayr weiter. ****

Die Österreichische Gesellschaft für Familienplanung (ÖGF) ist langjähriger Partner von UNFPA und begrüßt die Entwicklungen, es bestehe jedoch immer noch großer Handlungsbedarf: "Das Risiko der Müttersterblichkeit ist immer noch stark regional gebunden. Eine Frau, die in Afrika südlich der Sahara schwanger ist, hat ein Risiko von 1 zu 39, dass sie während der Geburt stirbt. Im Vergleich dazu besteht eine Gefahr von 1 zu 2.400 in den USA und in Schweden 1 zu 14.100. Leider ist im Afrika südlich der Sahara nur ein geringer Erfolg zu verzeichnen", so Johanna Marquardt, Projektkoordinatorin der ÖGF, Bereich Internationales. Petra Bayr ergänzt: "Die Halbierung der Müttersterblichkeit darf nur als Anfang gewertet werden. Immer noch sterben täglich 800 Frauen und 80 Prozent der Todesfälle wären durch medizinische Fürsorge vermeidbar. Für diese Frauen setzten wir uns bei der Initiative Mutternacht, die erst letzten Freitag stattgefunden hat, ein."

Die häufigsten Todesursachen im Kindbett sind Infektionen und schwere Blutungen. Hinzu kommen unsachgemäß ausgeführte Abtreibungen, die eine Schwangerschaft für tausende Frauen zum tödlichen Risiko machen. 99 Prozent der Todesfälle kommen in Entwicklungsländern vor. (Schluss) sc/sv

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