Kontroverse zur e-Medikation wieder aufgerollt!

Wien (OTS) - Im Morgenjournal des 12.05.2012 äußerte sich HR.Dr. Bachinger mit seiner Stellungnahme pro-ELGA kontroversiell zur Stellung der Ärzteschaft!

Um es wiederholt auf drei Punkte zu bringen:

1. Bezüglich der e-Medikation verfügen die Ärzte auf ihren Computern bereits seit Jahren über die gleiche Medikamentensoftware, die HR. Bachinger in der e-Medikation jetzt als neue Qualitätserhöhung und unerhörten Fortschritt anpreisen möchte. Dieses Werkzeug wird von uns im Sinne von Hilfsbefunden genutzt. 2. Das "Neue" besteht darin, dass der Hauptverband über die Verordnungsdatenbank in die medizinischen Verschreibungsüberlegungen eingreifen und auf ärztliche Entscheidungen einwirken kann. Auf diese Weise bleibt wohl die medizinische Verantwortung bei der Ärzteschaft, während medizinische Laien, wie Dr. Bachinger, Vertreter von Wirtschaftsinteressen und politische Kräfte den Therapierahmen der Mediziner abstecken können. Laien mit außermedizinischen Interessen wollen also Sachverständigen den Weg weisen. 3. Die Patienten müssen darüber aufgeklärt werden, dass ihre durch e-Medikation gesteuerte Behandlung nun nicht mehr ausschließlich medizinischen Interessen folgt, sondern ein Spielball von Ökonomie und Politik wird.

Das in den Pilotprojekten zur e-Medikation verwendete Wechselwirkungsprogramm hat zwischen fast allen Medikamenten Ausschließungsgründe aufgezeigt. Auf diese Weise würden die Patienten gar nicht mehr zu den Medikamenten kommen, die für sie notwendig sind. Herr Dr. Bachinger soll den einen angeblich vermiedenen Todesfall gegenrechnen mit den Todesfällen, die zu erwarten sind, wenn die Patienten nicht mehr zu ihren notwendigen Medikamenten (mit marginalen Nebenwirkungen) kommen.

Zur Sorge vor Transparenz: Selbstverständlich lassen wir uns nichts von medizinfremden Personen dreinreden! Nicht umsonst sind Vertrauenspersonen, wie Ärzte, vor zu viel Durchsichtigkeit geschützt - Geheimhaltung ist das Wesen dieser Berufsgruppe!

Das Betätigungsfeld von Ärzten, die nach langem akademischem Studium zu medizinischen Sachverständigen ausgebildet wurden, ist zu komplex, um es populistischen Intentionen zu überlassen.

Abschließend noch einmal unser Standpunkt:

Rückfragen & Kontakt:

MR.Dr. WERNER Wolfgang
Arzt für Allgemeinmedizin
Bezirksärztevertreter 10. Bez
Präsident ÖHV-Wien
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