LR Ragger: Mehr Geldmittel der Bundesregierung für Schulsozialarbeiter

Vereinheitlichung des Jugendwohlfahrtgesetztes muss im Vordergrund stehen

Klagenfurt (OTS/LPD) - Aufgrund der aktuellen Diskussion rund um
das Thema des Lehrerdienstrechtes meldete sich heute, Mittwoch, Sozialreferent LR Christian Ragger zu Wort: "Ich erlebe immer wieder, dass in vielen Schulen große Ratlosigkeit vorherrscht, wie man mit verhaltensauffälligen Kindern umgehen soll. Derzeit können über 100 Kinder in Kärnten nicht in den Schulklassen belassen werden. Es mussten eigene "Time-out"-Klassen eingerichtet werden, in denen Lehrer mit Sozialpädagogen unterrichten", teilte Ragger mit.

Wie der Sozialreferent weiters ausführte sei Kärnten im Bereich der Schulsozialarbeiter, die bei Problemen jeder Art helfen, sei es bei Konflikten im Elternhaus, bei Konflikten der Schüler untereinander oder bei Schwierigkeiten mit Lehren, ein Vorreiter. "Aufgrund der positiven Erfahrungen muss der Bereich der Schulsozialarbeit weiter schrittweise ausgebaut werden. Ich werde mich vehement dafür einsetzen, dass von Seiten des Bundes mehr finanzielle Mittel bereitgestellt werden", sagte Ragger. In Finnland werde dieses Modell bereits jahrelang geübt, es hat sich dort auch massiv bewährt.

Im Vordergrund steht für Ragger auch die Vereinheitlichung des Jugendwohlfahrtsgesetzes. Die wesentliche Aufgabe der Jugendwohlfahrt ist es, Familien bei ihren Erziehungsaufgaben zu unterstützen und dafür ein umfassendes Serviceangebot zu bieten. Wo die Erziehungsberechtigten das Wohl ihrer Kinder nicht gewährleisten können- wie es oft bei Gewalt an Kindern passiert- ist die öffentliche Jugendwohlfahrt im Interesse der Kinder zum Eingreifen verpflichtet. Ziele und Aufgaben sind im Kärntner Jugendwohlfahrtsgesetz enthalten.

Die geplante Novellierung des entsprechenden Bundesgesetzes, die schon Jahre in Anspruch nehme, sei vom Familienminister endgültig fertigzubringen. "Es kann nicht sein, dass der Bund sich nicht an den dadurch verursachten Mehrkosten beteiligt, deswegen gibt es auch noch Widerstand aus einigen Bundesländern wie der Steiermark oder Oberösterreich. Der Schutz unserer Kinder muss dem Bund etwas wert sein", so Ragger.
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