Pensionskassen begrüßen neue Reform der Zusatzpensionen

Novelle des Pensionskassengesetzes bringt Rechtssicherheit für 800.000 Österreicher mit Zusatzpensionen und öffnet für weitere 3,2 Mio. Arbeitnehmer die Tore in die 2. Pensionssäule

Wien (OTS/PWK322) - Die Novelle des Pensionskassengesetzes
wurde mit der heutigen Beschlussfassung im Nationalrat inhaltlich abgeschlossen und fixiert. Die Reform bringt eine Garantievariante für Firmenpensionen, erhöhte Wahlmöglichkeiten für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und steigert insgesamt die Attraktivität und langfristige Sicherheit von Betriebspensionen.

Das österreichische Pensionskassensystem wurde 1991 geschaffen -zu dieser Zeit bestimmten hohe Renditeerwartungen die Rahmenbedingungen und konnten von den Finanzmärkten auch erfüllt werden. Somit wurden damals im Pensionskassengesetz Rechnungszinssätze vereinbart, die im heutigen wirtschaftlichen Umfeld nur mehr schwer erreicht werden können. Durch die jetzt verabschiedete Novelle des Gesetzes können auch für Mitarbeiter von Unternehmen, die neu in das Pensionskassensystem einsteigen, marktgerechte Zinssätze vereinbart werden, die von der Finanzmarktaufsicht vorgegeben werden. So wird vermieden, dass ein zu hoher Rechnungszins zu Nachteilen für die künftigen Bezieher von Firmenpensionen führen kann.

Die neu geschaffene Sicherheitspension bietet den zukünftigen Beziehern von Pensionskassenpensionen die Möglichkeit, in eine Veranlagungsgemeinschaft mit konservativer Veranlagung zu wechseln und sich dadurch eine Garantiepension zu sichern. Dieses Modell garantiert, dass die mit Pensionsantritt gewährte Pension nicht unter diesen Wert sinken kann.

"Entscheidend ist, dass den Pensionskassen nun die gesetzliche Möglichkeit eingeräumt wurde, diese Kundenwünsche zu erfüllen", kommentiert Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbandes der Pensionskassen, die neue Sicherheitspension, aber auch das ebenfalls in der Novelle enthaltene Lebensphasenmodell. Durch dieses können sich die Kunden für eine den Lebensbedingungen und der Lebensphase angepasste Veranlagungsstrategie entscheiden und auch mehrmals Risikobereitschaft und Ertragserwartung ändern: Zwischen einer dynamischen, auf höheren Ertrag ausgerichteten Veranlagung in jungen Jahren und mehr Sicherheit sobald sich der Pensionsantritt nähert.

Bei einer aktuellen Veranstaltung der Pensionskassen um das Thema Nachhaltigkeit befürwortete auch der Vorstand des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria, Dr. Ulrich Schuh, die aktuelle Reform: "Ein nachhaltiges Pensionssystem ist ein wichtiger Faktor für den Wohlstand eines Landes. Durch die Neugestaltung der Betriebspensionen wird die 2. Säule für eine stabile Altersvorsorge noch interessanter und so können die Pensionskassen auch in Zukunft mit den Firmenpensionen einen entscheidenden Beitrag zu diesem Ziel leisten."

Die PKG-Novelle bietet neue Vorteile für alle Gruppen: Die Arbeitnehmer profitieren von den flexibleren Varianten der Veranlagung. Die Unternehmen können nun mit fixen und variablen Beiträgen die Gestaltung der Beitragsleistung den wirtschaftlichen Gegebenheiten und der jeweiligen Situation ihres Unternehmens anpassen.

Für die Pensionisten sieht die Reform nicht nur die Möglichkeit der Sicherheitspension, sondern auch erweiterte Mitbestimmung in den Aufsichtsräten der Pensionskassen vor. Darüber hinaus steigert eine Ausweitung der Informationsrechte die Transparenz des Systems weiter und erhöht so die Vergleichbarkeit unterschiedlicher Anbieter.

Die Pensionskassen freuen sich, dass das bestehende System durch diese Anpassungen attraktiver wird und dies eine weitere Steigerung des Durchdringungsgrads der betrieblichen Altersvorsorge in Österreich begünstigt. "Österreich hat im internationalen Vergleich grossen Nachholbedarf bei Firmenpensionen. Jetzt sollten sich die Tore in die 2. Pensionssäule für weitere 3,2 Millionen Arbeitnehmer öffnen, auch bei mittleren und kleineren Unternehmen", stellt Zakostelsky fest.

Bei Pensionskassenverträgen zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Pensionskassen monatlich Beiträge ein, die später in der Pension verzinst ausbezahlt werden. Derzeit haben rund 800.000 Österreicherinnen und Österreicher Anspruch auf eine Firmenpension. Der langjährige Veranlagungserfolg der Pensionskassen liegt mit Ende 2011 bei jährlich plus 5,52 Prozent. Insgesamt veranlagen die 17 Pensionskassen zur Zeit ein Vermögen von rund 15 Mrd. Euro - sie sind damit der größte private Pensionszahler Österreichs. (JR)

Downloads:

Informationsblatt: Auswirkungen der PKG-Novelle 2012
http://www.pensionskassen.at/Auswirkungen_PKG-Novelle.pdf

Foto Mag. Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbandes der Pensionskassen
http://www.pensionskassen.at/images/zakostelsky.jpg

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