EANS-News: Montega AG / LEONI AG: Gemischte Q1-Zahlen - Aktie auf dem Kursniveau trotzdem klarer Kauf

Hamburg (euro adhoc) -

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LEONI hat heute seine Q1-Zahlen veröffentlicht, die eher
gemischt ausfielen. Während sich der Bordnetzbereich (Wiring Systems Division, WSD) positiv entwickelte, war die Performance im Kabelsegment (Wire & Cable Solutions, WCS) enttäuschend, was jedoch auch an Sondereffekten lag. Der Konzernumsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,4% auf einen neuen Rekordwert von 969,1 Mio. Euro. Dank des deutlich ausgebauten Geschäfts in den BRIC-Staaten, neuen Produktanläufen (Mercedes A und B-Klasse, BMW 3er und Fiat Panda), der robusten Verfassung des Truckmarkets und v.a. der Konsolidierung der koreanischen Tochter Daekyeung (Umsatzanteil Q1: 27,4 Mio. Euro) konnte der WSD-Umsatz insgesamt um 14% auf 570 Mio. Euro gesteigert werden. Auch die Profitabilität im WSD fiel mit einer EBIT-Marge von 7,7% (7,0% im VJ) positiv aus.

Enttäuschend war dagegen die Entwicklung des WCS-Bereichs, der v.a. aufgrund des deutlich gesunkenen Kupferpreises in Q1 einen Umsatzrückgang von knapp 3% auf 399,1 Mio. Euro verzeichnete (bereinigt +1%). Darüber hinaus wurde das mit einem Umsatzanteil von rd. 40% kleinere Segment durch die Schwäche des Solarsektors und des margenstarken Bereichs Infrastrukturkabel (Projektverschiebungen u.a. infolge des kalten Winters) sowie höheren Rohstoffkosten (v.a für Kunststoffe) belastet. Die Tatsache, dass sich das EBIT auf 50 Mio. Euro dennoch fast verdoppelte ist dem Umstand geschuldet, dass im März der Verkauf der Studer Hard AG (EBIT-Effekt: 29,5 Mio. Euro), der für LEONI zu extrem vorteilhaften Konditionen erfolgte, verbucht wurde. Auf bereinigter Basis lag die EBIT-Marge von 5,1% deutlich unter dem Margenziel von rd. 7%.

<Tabelle>

Angesichts des gemischten Jahresauftakts hielt der Vorstand wie erwartet an der Guidance für 2012 (3,8-4,0 Mrd. Euro Umsatz, EBIT 260-310 Mio. Euro inkl. Verkauf Studer) fest. Wir haben unsere Schätzungen leicht reduziert (siehe Tabelle oben), gehen aber weiter von einer Zielerreichung aus.

Angesichts der anhaltenden Schwäche der südeuropäischen Automärkte, auf denen LEONIs größter Kunde PSA (Umsatzanteil bei Bordnetzen ca. 14%) traditionell stark vertreten ist, haben wir jedoch auch die Prognosen für die Folgejahre leicht reduziert. Aktuell wird diese Entwicklung durch die robuste Verfassung der Premiumhersteller noch mehr als kompensiert. Bislang haben wir keine Indikation, dass sich diese "Zweiteilung des Automobilmarktes" abschwächt bzw. ändert.

Fazit: Das laufende Jahr dürfte nicht wie das Jahr 2011 von einer mehrfachen Anhebung der Guidance geprägt sein und sich im Topline-Wachstum spürbar abschwächen. Dennoch sollte sich die Marge in Richtung der Zielmarke von 7% steigern lassen (Montega-Prognose: 6,8% ohne Sondereffekte). Das Management bestätigte im Rahmen der Telefonkonferenz zudem, dass eine mögliche Umsatzgrößenordnung von 4 Mrd. Euro für 2012 eine anhaltend gute Performance des Premiumsegments bedingen würde, was sicherlich gewisse Risiken birgt. Zudem ist die Erwartungshaltung des Kapitalmarktes (Analysten rechnen eher mit einer Zielerreichung am oben Ende der Guidance) angesichts der automobilen Sonderkonjunktur mittlerweile recht hoch, was ein gewisses Enttäuschungspotenzial beinhaltet. In Anbetracht dieser Risiken haben wir unser Kursziel leicht von 50 Euro auf 48,00 Euro gesenkt und bestätigen die Kaufen-Empfehlung.

Die LEONI-Aktie bleibt mit einem KGV von 6 und einem EV/EBITDA von 3,5 die günstigste Aktie unter den deutschen Automobilzulieferern. Insofern ergibt sich angesichts der heutigen Schwäche des Aktienkurses eine attraktive Investmentopportunität.

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