VP-Leeb zu Einstiegskursen von Seiteneinsteigern: Richtiger Schritt um Jahre zu spät

Langjährige Forderung der ÖVP Wien wird Realität

Wien (OTS) - Die Bildungssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Isabella Leeb, zeigte sich heute positiv überrascht über die Aussagen von Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl, sich endlich den Problemen von Seiteneinsteigern widmen zu wollen. "Die angekündigten Kurse sind eine langjährige Forderung der ÖVP Wien - viel zu lange war man untätig. Jetzt stimmt zumindest die Richtung. Mehr als 8.000 außerordentliche Schüler/innen besuchen derzeit den Unterricht in Wien. 8.000 Schülerinnen und Schüler, deren Deutschkenntnisse nicht ausreichen, dem Unterreicht auch Folge zu leisten", so Leeb.

Damit stünden Lehrerinnen und Lehrer vor einem schier unlösbaren Problem. Die betroffenen Kinder und ihre Mitschüler/innen ebenso. Das Resultat dieses traurigen Zustandes lasse sich am immer schlechter werdenden Bildungsniveau der Pflichtschulabgänger/innen ablesen. Teils unvermittelbar strömen sie auf den Beschäftigungsmarkt und die Ausbildungsunternehmen sehen sich außerstande, die Bildungsdefizite aus der Schule aufzufangen. "Mit den heute präsentierten Kursen "Neu in Wien" ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gesetzt worden, wie immer leider viel zu spät für die tausenden Jugendlichen mit ausländischen Wurzeln, die noch nicht in den Genuss dieser Einrichtung gekommen sind. Hier muss jetzt teuer und unter schwierigsten Bedingungen nachqualifiziert werden - für viele wird aber auch dies zu spät kommen. Zu spät, um ein selbstbestimmtes, selbständiges Mitglied in unserer Gesellschaft zu werden", kritisiert die VP-Bildungssprecherin.

Jetzt müssten allerdings weitere Schritte folgen. Unumgänglich sei eine verbindliche Erhebung aller Kinder mit Sprachdefiziten. Fakt sei, dass Wien hier massive Probleme habe. Es sei zu hoffen, dass man jetzt nicht wieder in den Dauerschlaf verfalle, sondern die vielen noch ungelösten Probleme in Wien gezielt angehe. "Hier sind der Bildungs- und Integrationsbereich aktuell die größten Baustellen. Stadtrat Oxonitsch ist aufgerufen, seine Arbeit aufzunehmen - man hat schon lange nichts mehr von ihm vernommen. Die Bemühungen von Stadträtin Frauenberger sind nicht zu bestreiten, doch bleiben hier seit Jahren erkennbare Erfolge aus. Wie's geht, zeigt Staatssekretär Sebastian Kurz, der Tag für Tag die Probleme durch Versäumnisse der Wiener SPÖ in Fragen der Integrationspolitik zu lösen versucht. Der Weg wird ein steiniger sein, doch es müssen jetzt weitere Schritte folgen", so Leeb abschließend.

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