SVA zur Gebarungsvorschau der Krankenversicherung: 2011 positives Ergebnis!

Gesetzliche Zwangsmaßnahmen rauben der Sozialversicherung der Selbständigen 135 Mio. Euro - Schlechterstellung muss ein Ende haben.

Wien (OTS) - "Wieder einmal aus eigener Kraft geschafft!" So kommentierte Peter McDonald, stv. Obmann der SVA, die heute, Dienstag, veröffentlichten Gebarungsergebnisse der Krankenversicherung für 2011. Die Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft habe demnach ein knapp positives Finanzergebnis erzielt. "Nur mit größten Anstrengungen und dank unserer Reserven konnten wir die Zwangsmaßnahmen verdauen, die uns der Gesetzgeber aufgezwungen hat. Allein die Senkung des Hebesatzes kostet uns und unsere Versicherten 2011 17 Mio. Euro. Im Sinne der Versichertengemeinschaft konnten wir trotz dieser Stolpersteine noch einen Bilanzgewinn von rund 4,2 Mio. Euro erwirtschaften", so McDonald.

Die Prognose für 2012 sieht deutlich schlechter aus, da auf die SVA neben den 17 Mio. Euro vor allem durch eine nochmalige Absenkung des Hebesatzes weitere Einnahmenausfälle von rund 7 Mio. Euro zukommen. Zusätzlich wird die SVA durch die Mitfanzierung des Hanusch-Krankenhauses belastet. Insgesamt verliert die SVA 135 Mio. durch gesetzliche Zwangsmaßnahmen.

"Die permanente Schlechterstellung der SVA muss ein Ende haben -wir können nicht zur Melkkuh der Sozialversicherung gemacht werden und mit unseren stabilen Gebarungen die Defizite anderer Kassen quersubventionieren." In den vergangenen Jahren seien die Kassen der SVA systematisch geplündert worden - "und das, obwohl wir als Versicherung der Selbständigen vor völlig neuen Herausforderungen stehen und neue Formen der Selbständigkeit und deren Risiken absichern müssen", sagt McDonald. "Um ein möglichst engmaschiges soziales Sicherungsnetz für unsere Versicherten zu knüpfen, brauchen wir unsere Beiträge und Rückstellungen selbst."

Mittels einer Urbefragung will die SVA nun alle Versicherten mitentscheiden lassen, wohin der Weg gehen soll, welche zusätzlichen Versicherungsleistungen künftig besonders wichtig sind und mit welcher Priorisierung mit dem Gesetzgeber verhandelt wird. "Denn klar ist: Wir können nicht mehr ausgeben, als wir einnehmen. Unsere oberste Verantwortung ist es, unser Leistungsangebot sicher aufzustellen - darauf müssen sich unsere Versicherten verlassen können. Eine Verantwortung, die auch der Gesetzgeber trägt!"

SVA Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft

Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) ist der Sozialversicherungsträger für Österreichs Unternehmerinnen und Unternehmer. In ihrer Zuständigkeit für die gesetzliche Krankenversicherung der Selbständigen betreut die SVA rund 700.000 Anspruchsberechtigte (davon 340.000 Aktive, 130.000 Pensionisten und 230.000 Angehörige), in ihrer Zuständigkeit für die gesetzliche Pensionsversicherung 360.000 Anspruchsberechtigte (300.000 Gewerbetreibende und 60.000 Freiberufler).

Als modernes Dienstleistungsunternehmen setzt die SVA auf Kundennähe, effiziente, schlanke Verwaltung und Aktionen wie "Fit zu mehr Erfolg" und den einzigartigen "SVA-Gesundheitshunderter", welche den Versicherten Motivation zur aktiven Prävention geben. Als erste Sozialversicherung legt die SVA den Fokus auf die Gesundheitsvorsorge und bietet mit der Gesundheitsversicherung "Selbständig Gesund" umfassende Vorsorgeleistungen an, die auf freiwilliger Basis beim Gesundbleiben oder -werden unterstützen.

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Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft
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