AK zu Nachhilfekosten 2 - Tumpel: Kinder in Ganztagsschulen fördern

Eltern wünschen sich mehr Förderunteruntericht, schulische Nachmittagsbetreuung oder gleich die echte Ganztagsschule

Wien (OTS/AK) - "Dass die Eltern für private Nachhilfe tief in die Tasche greifen müssen, gehört abgestellt", sagt AK Präsident Herbert Tumpel. Noch braucht je nach Schultyp bis zu einem Drittel der Schulkinder private Nachhilfe, und drei Viertel der Eltern müssen am Nachmittag mit den Kindern lernen, zeigen Erhebungen der Arbeiterkammer. In dieser Situation wünschen sich die Eltern mehr Förderunterricht, schulische Nachmittagsbetreuung oder gleich die echte Ganztagsschule. "Wir von der Arbeiterkammer unterstützen die Eltern", sagt Tumpel, "die Schule muss mehr Verantwortung für den Lernerfolg der Kinder übernehmen."

Um alle Talente zu fördern und die Eltern von teurer Nachilfe und ihrer Funktion als unfreiwillige Hilfslehrer zu entlasten, sind für die Arbeiterkammer drei Punkte wichtig:

+ Förderung schon vor Schuleintritt: schrittweise Ausweitung der frühkindlichen Förderung im Kindergarten bereits auf die Dreijährigen.

+ Individuelle Förderung, wenn in der Schule das Scheitern droht:
Läuft ein Kind Gefahr, zum Schulschluss negativ abzuschließen, sollen Lernförderung und sozialpsychologische Betreuung in der Schule verpflichtend sein. Dafür brauchen die Schulen die nötigen Fachkräfte.

+ Durch flächendeckende qualitätsvolle Ganztagsbetreuung sollen Eltern nicht mehr für teure Nachhilfe zahlen oder selbst den Kindern beim Lernen helfen müssen. Beim laufenden Ausbau der schulischenn Nachmittagsbetreuung wäre die echte Ganztagsschule die beste Lösung. Dabei wird dicht gedrängter Vormittagsunterricht in aneinandergereihten Schulstunden durch Unterricht, Üben und Freizeit über den ganzen Tag abgelöst.

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