Tausende kongolesische Flüchtlinge suchen in Ruanda Schutz

CARE leistet erste Nothilfe, Lager schon jetzt dreifach überbelegt

Kigali/Wien (OTS) - Vor den andauernden Kämpfen zwischen Regierungstruppen und aufständischen Soldaten suchten in den letzten Wochen Tausende Flüchtlinge aus der Demokratischen Republik Kongo im benachbarten Ruanda Schutz. Die Hilfsorganisation CARE weist auf die dringende Notlage der Flüchtlinge hin, von denen mehr als 7.000 im Übergangslager Nkamira untergebracht wurden, das nur für 2.500 Menschen Platz hat und somit schon jetzt fast dreifach überbelegt ist. Täglich treffen Hunderte weitere Flüchtlinge ein, von denen 58 Prozent Kinder sind.

"Die Lebensbedingungen im Lager sind kritisch", warnt Emile Ruzibiza, ein erfahrener CARE-Techniker. "Die Regenfälle waren dieses Jahr besonders stark, der Schmutz aus dem Lager mischt sich mit dem Schlamm, und daneben spielen die Kinder". CARE sorgt daher für die Installation zusätzlicher sanitärer Anlagen. "Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit sind Maßnahmen im Bereich sexuelle und reproduktive Gesundheit", erklärt Agnes Mukamana, ausgebildete Krankenschwester und Leiterin des CARE-Nothilfeteams. "Unter solchen Bedingungen können sich sexuell übertragbare Infektionen wie HIV leicht ausbreiten, vor allem Frauen und Mädchen sind in großer Gefahr angesteckt zu werden." Darum verteilt CARE nicht nur Mütter-Pakete an schwangere Frauen, um sichere Geburten und das Überleben der Neugeborenen zu erleichtern, sondern auch Kondome. Zudem werden Informationen über Hygienemaßnahmen und Familienplanung angeboten.

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