ÖAMTC: Noch zwei verlängerte Wochenenden bis zur Spritpreisverordnung

Club wird die Preisentwicklung an den Tankstellen genau analysieren

Wien (OTS) - Die Spannung steigt. Das nächste verlängerte Wochenende steht vor der Tür. "Mit dem Donnerstag-Feiertag Christi Himmelfahrt ist es genau vergleichbar mit dem Fronleichnams-Wochenende im Juni", weiß ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brandau. "Und da soll erstmals die geplante Spritpreis-Verordnung des Wirtschaftsministeriums in Kraft sein." Werden die Mineralölfirmen zu Christi Himmelfahrt noch ein letztes Mal mit einer nicht nachvollziehbaren Preispolitik kräftig abkassieren? Oder werden sie, quasi um der Spritpreis-Verordnung bereits im Vorfeld den Wind aus den Segeln zu nehmen, durch eine moderate Preisgestaltung aufhorchen lassen? Der Club wird die Preisentwicklung an den Tankstellen im direkten Vergleich der beiden Wochenenden jedenfalls genau beobachten und analysieren.

"Fakt ist, dass die übertriebenen Preissteigerungen zu Ostern, um bis zu zehn Cent pro Liter allein am Karfreitag, diesen Schritt des Ministeriums leider notwendig gemacht haben", hält die ÖAMTC-Expertin dazu fest. Der Entwurf zur geplanten Verordnung sieht daher vor, dass künftig an bestimmten "reisestarken" Wochenenden der am Tag zuvor um 11 Uhr an den Tankstellen geltende Preis bis zum Ende des Wochenendes nicht mehr geändert werden darf.

Die Neuregelung wird zwar erst mit Anfang Juni gelten. Wie die Tankstellenbetreiber mit der neuen Situation umgehen, wird sich aber schon dieses Wochenende zeigen. "Um die Effizienz der angekündigten 'Spritpreis-Bremse' objektiv bewerten zu können, wird es daher notwendig sein, bereits die Preisgestaltung in den kommenden Tagen genau unter die Lupe zu nehmen", fordert die Verkehrswirtschaftsexpertin des ÖAMTC auch von der Politik.

Nimmt man die Entwicklungen auf den internationalen Märkten als Basis, so deutet derzeit tatsächlich alles auf etwas günstigere Spritpreise hin. Das war während der vergangenen Tage auch in Österreich bereits zu beobachten. So wurden Super und Diesel innerhalb eines Monats (seit 14. April) durchschnittlich um 6,2 Cent bzw. 3,8 Cent billiger. "Einzig im Hochpreissegment, wie beispielsweise an Autobahntankstellen, ist noch keine Veränderung bemerkbar", kritisiert die ÖAMTC-Expertin. "Dort sind die Preise nach wie vor unverschämt hoch - möglicherweise weil gerade wieder ein Reisewochenende vor der Tür steht?"

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