AK: Weniger Handy-Anbieter am Markt - Teurere Tarife befürchtet

"3" fusioniert mit Orange - Diskontmarke Yesss soll zu A1 wechseln - EU Wettbewerbsbehörde und Bundeswettbewerbsbehörde sind gefordert

Wien (OTS) - Die AK hat eine Bewertung zum angemeldeten Zusammenschluss von "3" und Orange an die EU-Kommission übermittelt. Die AK befürchtet für die KonsumentInnen Preisnachteile aufgrund der Fusion von "3" mit Orange und des Wechsels der Diskontmarke Yesss zu A1. A1 hat jetzt schon die Diskontschiene BOB. Weniger Anbieter bedeuten weniger Konkurrenz, warnt die AK. Die EU Wettbewerbskommission und die Bundeswettbewerbsbehörde müssen die "Hochzeiten" der Handy-Anbieter streng prüfen.

Der bei der EU Kommission angemeldete Zusammenschluss von "3" und Orange führt dazu, dass es nur mehr drei Mobilfunkbetreiber in Österreich geben wird. Die fusionierenden Unternehmen werden demnach einen Marktanteil nach Mobilfunkteilnehmern von rund 28 Prozent (inklusive Yesss) haben. Die beiden großen Konkurrenten A1 und T-Mobile mit Telering verfügen über 41,2 Prozent bzw. 30,9 Prozent Marktanteil. Nach der letzten großen Fusion "Telering mit T-Mobile" im Jahr 2006, die nur nach einer intensiven Prüfung unter strengen Auflagen freigegeben wurde, ist nach Ansicht der AK auch bei der gegenwärtigen Fusion eine strenge Prüfung durch die EU-Kommission erforderlich.

Besonders problematisch sieht die AK, dass zudem die Diskontmarke Yesss zum Marktführer A1 wechseln soll. Dabei würde der Marktanteil von A1 um sechs Prozentpunkte auf rund 47 Prozent wachsen. A1 verfügt bereits jetzt über die Diskontmarke BOB. Der Verkauf wird in Österreich von der Bundeswettbewerbsbehörde geprüft. Die AK befürchtet, dass es auf dem Diskontmarkt keine Konkurrenz mehr geben wird.

Der bislang intensive Preiskampf in Österreich hat den österreichischen KonsumentInnen im Vergleich zu den anderen EU-Ländern günstigere Tarife beschert. Wenn nunmehr lediglich drei Mobilfunkunternehmen auf dem Markt konkurrieren, funktioniert die für die KonsumentInnen wichtige Konkurrenz am Handymarkt nicht mehr, warnt die AK. Betreiber versuchen schon jetzt zusätzliche Einnahmen durchzusetzen. Das zeigte bereits ein Beispiel im vorigen Sommer:
Nahezu zeitgleich führten die Handy-Anbieter die Servicepauschalen ein.

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