ÖH ad Töchterle: woher kommen die Millionen für Atomforschungsreaktor?

Forderung nach Transparenz und Offenlegung der Finanzen

Wien (OTS) - Medienberichten zufolge soll morgen ein Millionen Abkommen zwischen dem Atominstitut der Technischen Universität Wien und dem US-Energieministerium unterzeichnet werden. "Wir fragen uns -ähnlich wie bei der ISTA Milliarde - wo diese Mittel plötzlich herkommen - handelt es sich vielleicht um Rücklagen? Es ist für uns nicht nachvollziehbar, warum diese Gelder nun in dieser Form zur Verfügung stehen und warum andere Problemherde finanziell einfach ausgehungert werden - dass die Hochschulen chronisch unterfinanziert sind, ist ein längst bekanntes Problem. Wir fordern Minister Töchterle auf, das Finanzchaos der Hochschulen endlich zu beenden. Um das zu erreichen sollte sich Töchterle dringend das Forum Hochschule Finanzierungsmodell zu Gemüte führen - damit wäre eine ausreichende Finanzierung und Transparenz garantiert", so Peter Grabuschnig, ÖH Generalsekretär.

"Dass die Regierung und insbesondere Minister Töchterle einen Millionen Deal abschließt und sich gleichzeitig aus der bildungspolitischen Verantwortung den Studierenden gegenüber entzieht, ist einfach nur enttäuschend. Die ungelöste Frage der Studiengebühren lässt unzählige Studierende weiter im Unwissen darüber, ob sie ihr Studium weiter fortsetzen können oder ob ihnen nicht schon bald 10000 Euro Studiengebühren blühen. Die soziale Absicherung ist seit Jahren nicht einmal an die Inflation angepasst worden. Neben den Lehramtsstudien an der TU steht auch die Internationale Entwicklung (IE) vor dem Aus. Das ist nur ein Auszug aus der langen Liste der bildungspolitischen Baustellen, um die sich Töchterle kümmern muss", so Janine Wulz vom Vorsitzteam der ÖH

"Seit Wochen protestieren Studierende für bessere Studienbedingungen, gegen Studiengebühren und für den Erhalt ihrer Studienrichtungen. So auch heute wieder: die Studierenden der TU veranstalten heute Vormittag eine "Street Lecture", um auf die Leistungen der Universität und ihre finanziellen Schwierigkeiten aufmerksam zu machen; die Studierenden der IE laden um 14.00 Uhr zu einer Kundgebung und Informationsveranstaltung. Wie lange kann ein Minister hier noch zusehen? Dass er Stillstand verwalten kann, hat Töchterle mittlerweile bewiesen - jetzt ist es an der Zeit, sich endlich für und nicht länger gegen die Studierenden einzusetzen. Ein erster Schritt wäre, endlich eine transparente Ausfinanzierung der Hochschulen zu garantieren", fordert Angelika Gruber.

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