Köstinger: EU-Parlament will Wandel durch Handel mit Nordafrika

EU-Parlamentarier sehen Freihandelszone EU-Mittelmeer als langfristiges Ziel

Brüssel, 09. Mai 2012 (OTS) "Handel und Investitionen helfen, die Demokratisierung zu fördern. Die politischen Umwälzungen des Arabischen Frühlings haben das Tor zu einer neuen Entwicklungszusammenarbeit zwischen der EU und den südlichen Mittelmeerstaaten geöffnet. Um diese Chance zu nutzen, muss Europa jetzt handeln", so Elisabeth Köstinger, Außenhandelssprecherin der ÖVP im Europäischen Parlament. Das EU-Parlament beschließt morgen, Donnerstag, Grundprinzipien, die es bei der Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen mit dem südlichen Mittelmeerraum zu berücksichtigen gilt. Langfristig treten die Parlamentarier für eine Freihandelszone EU-Mittelmeer ein. Als erster Schritt sollen Freihandelsabkommen mit Ägypten, Jordanien, Marokko und Tunesien verhandelt werden - den Mitgliedsländern der Welthandelsorganisation (WTO) in der Region. ****

"Handel und Investition, eine starke Einbindung der Zivilgesellschaft, Fokus auf Klein- und Mittelbetriebe und eine gleichwertige Behandlung aller Beteiligten sind Hauptanliegen für das EU-Parlament", so Köstinger. Denn nur durch enge Kontakte und wirtschaftliche Verknüpfung mit Europa könne der Wandel in diesen Ländern langfristig verankert werden und alle Schichten der Gesellschaft erreichen. "Sicher ist es noch ein weiter Weg zu einer Freihandelszone. Voraussetzung ist natürlich, dass die politischen, justiziellen und wirtschaftlichen Reformen in den Ländern weitergehen", so Köstinger.

Besonderen Wert legt Köstinger darauf, dass heimische Unternehmer in den Handelsbeziehungen nicht diskriminiert werden:
"Freier Handel ja, aber es müssen für alle dieselben Spielregeln gelten." Qualitäts- und Produktionsstandards sollten für alle gehandelten Produkte unabhängig von ihrer Herkunft gelten. "Lebensmittel können nur dann in die EU importiert werden, wenn sie den hohen Produktions- und Lebensmittelstandards der Europäischen Union entsprechen", stellt Köstinger klar.

Rückfragen & Kontakt:

Elisabeth Köstinger, MEP, Tel.: +32-2-284-5211
elisabeth.koestinger@europarl.europa.eu
Daniel Köster M.A., EVP-Pressedienst, Tel.: +32-487-384784
daniel.koster@europarl.europa.eu

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVP0003