Zurück zu den Wurzeln

Die Traditionsgenossenschaft LGV-Frischgemüse bittet ihre Gärtnermeister vor den Vorhang

Wien (OTS) - LGV-Frischgemüse präsentiert am 9. Mai 2012 ihre Bilanz des vergangenen Krisenjahres: Die Gärtner der Traditionsgenossenschaft beendeten das Geschäftsjahr 2011 mit einem Umsatzminus von 7 Prozent. Für 2012 besinnt sich LGV-Frischgemüse daher auf seine Wurzeln: In der Kommunikation stehen ab sofort die Gärtner ganz im Mittelpunkt. Die UNO würdigt zudem 2012 den weltweiten Beitrag der Genossenschaften zur Armutsbekämpfung und zum sozialen Ausgleich.

Anbausaison 2011: historisches Krisenjahr in ganz Europa

Über die Saison 2011 konnte Österreichs größter Gemüseproduzent LGV-Frischgemüse einen Umsatz von 75,2 Millionen Euro bei einer Absatzmenge von 53.000 Tonnen erwirtschaften. Mag. Gerald König, Alleinvorstand der LGV, zieht Bilanz: "Trotz EHEC gelang es uns dank des schönen Herbstwetters am Ende der Saison die produzierte Menge fast zu halten. Der Umsatz blieb allerdings 7,4 Prozent hinter dem Vorjahr. Diese 7 Prozent zeigen genau den Preisverfall für unsere Gärtner." Derzeit liegen die Erzeugerpreise wieder leicht über dem Vorjahresniveau, haben sich aber noch nicht vollständig erholt. Intern steht daher die Erholung und Konsolidierung in den Gärtnerbetrieben im Vordergrund des heurigen Jahres.

Die Premiumprodukte der LGV-Frischgemüse - ausgewählte Tomatensorten, Mini Gurken, Melanzani, Chili-Mix und weitere Spezialitäten - wurden die ganze Saison über ungebremst nachgefragt. 2011 konnte um 17 Prozent mehr Menge bei den Premiumgemüsesorten produziert werden. Der Umsatz mit den LGV-Premiumgemüsen stieg um 12,7 Prozent auf 12,7 Mio. Euro. Das Sortiment wird in der heurigen Saison um gestreifte und runde weiße Melanzani, um eine Cherry-Tomaten-Selektion, die traditionelle Sorte Marmande-Paradeiser sowie Mini-Blockpaprika ausgeweitet.

Gärtnermeister im Rampenlicht

Aus der Krise heraus hat die Genossenschaft LGV-Frischgemüse ihre Kommunikation nach außen hin neu aufgesetzt. Der neue Auftritt der LGV-Frischgemüse stellt ganz und gar seine Gärtner in den Mittelpunkt. 14 Gärtnermeisterinnen und -meister aus Wien und Niederösterreich erzählen in TV und Radio sehr persönliche Anekdoten aus ihrem Alltag, über ihr Leben und ihre Leidenschaften. Die Spots verzichten auf Schauspieler und ein herkömmliches Drehbuch, sondern verfolgen einen dokumentarischen Ansatz.

Auf den LGV-Verpackungen findet sich zudem ab Mai 2012 ein QR-Code, der mit dem Smartphone auslesbar ist. So kann der Konsument noch unmittelbar vor dem Kauf Informationen zum Produkt selbst, über seine Nährwerte, den Anbau, und den Gärtner, aus dessen Betrieb es kommt - bis hin zum Foto - abfragen.

"Als Genossenschaft bitten wir unsere Gärtner jetzt selbst ins Rampenlicht. Damit erreichen wir einerseits, dass die Gärtner die Möglichkeit bekommen, wieder direkter mit den Konsumenten in Kontakt zu sein. Andererseits kann der Konsument auch mehr über die Gärtner lernen und sich ein besseres Bild davon machen, woher sein frisches Gemüse eigentlich kommt", erklärt der LGV-Vorstand. So soll auch das Vertrauen in die hochqualitative heimische Produktion wieder gestärkt werden.

Die Genossenschaft: Gelebte soziale Marktwirtschaft

Die UNO hat 2012 zum "Internationalen Jahr der Genossenschaften" mit dem Motto "Genossenschaftliche Unternehmen tragen zu einer besseren Welt bei" erklärt, um den hohen sozialen Charakter dieser klassischen Wirtschaftsform zu würdigen.

Der Grundgedanke jeder Genossenschaft ist es, gemeinsam Ziele zu erreichen, die die Leistungsfähigkeit des Einzelnen übersteigen und gleichzeitig aber die selbständige Existenz des Einzelnen zu wahren. Diese Gedanken der Risikoabsicherung und gemeinsamen Hilfe waren es auch, die hinter der Gründung der LGV-Frischgemüse 1946 standen. Damals schlossen sich über 1.000 Kleinstgärtnereien in Wien Simmering zusammen, um ihr Gemüse gemeinsam einfacher, besser und risikoloser zu vermarkten. Die Idee ging auf und besteht bis heute fort. "Genossenschaften sind gelebte soziale Marktwirtschaft. Die Mitglieder sind zugleich Eigentümer und Kunden der Genossenschaft", fasst Robert Fitzthum, der Aufsichtsratsvorsitzende der LGV-Frischgemüse, es zusammen.

LGV-Frischgemüse ist gemeinnützig organisiert. Die Genossenschaft arbeitet betriebswirtschaftlich effizient, das Überleben und die Hilfe für alle stehen aber über der Maximierung der Profite. Die Gewinne werden zwischen allen gleich aufgeteilt. Daher zeigt sich besonders in Krisenzeiten der große Wert einer Genossenschaft. "Müssen einzelne Betriebe, die es besonders hart erwischt, als Einzelkämpfer in Insolvenz gehen, so werden sie im Genossenschaftsverbund aufgefangen", erklärt König. Fitzthum ergänzt:
"Die wirtschaftliche Förderung aller Mitglieder geschieht aus eigener Kraft. Dadurch wird der große Erfolg in der Krise so sichtbar, wo viele andere auf Hilfe von außen angewiesen sind."

Über LGV-Frischgemüse:

LGV-Frischgemüse ist Österreichs meistgekauftes frisches Gemüse. Das Unternehmen ist die Erzeugerorganisation von 215 Gemüsegärtnern aus den Regionen Wien, Niederösterreich und Burgenland, wobei die Genossenschaft im Burgenland mit der SGV-Sonnengemüse Vertriebsgesellschaft kooperiert. 2011 erzielte LGV mit 61 Mitarbeitern und rund 95 Saisonarbeitern einen Umsatz von 75,2 Millionen Euro. Pro Jahr verkauft LGV mehr als 53.000 Tonnen frisches Gemüse in ganz Österreich und hat damit während der Frischgemüsesaison einen Marktanteil von 60 Prozent.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Christina Spörk
LGV-Frischgemüse Wien reg.Gen.m.b.H.
Haidestraße 22, 1110 Wien
T: 01/ 760 69-700
E: c.spoerk@lgv.at
www.lgv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | LGV0001