Regner: "Nach Frankreich-Wahl weht ein frischer Wind durch Europa"

SPÖ-Europaabgeordnete sieht mit Hollande einen starken Mitstreiter für Beschäftigungsmaßnahmen und Finanztransaktionssteuer

Wien (OTS/SK) - "Francois Hollande bringt neuen Schwung in die Europapolitik. In der Europäischen Union muss einfach mehr für Beschäftigung und Wachstum getan werden, mehr für die Jugend und weniger für Banken und Spekulanten", betont Evelyn Regner, sozialdemokratische Europaabgeordnete, anlässlich des heutigen Europatags. "Es ist offensichtlich, dass der rigide Sparkurs von Merkel und Sarkozy sowohl gescheitert ist, als auch abgewählt wurde, und das nicht nur in Frankreich", so Regner weiter. ****

Als Vizevorsitzende des Rechtsausschusses im Europäischen Parlament ist für Regner besonders eine strenge Finanzmarktregulierung wichtig:
"Die entfesselten Finanzmärkte haben die Krise verursacht und die Schuldenproblematik eskalieren lassen. Wir müssen die Märkte jetzt sicherer machen, anstatt ihnen einfach nur gefallen zu wollen." Auch für die Finanztransaktionssteuer sieht Regner nach der Wahl Hollandes zum französischen Präsidenten neuen Schwung. "Wir brauchen diese Steuer dringend. Einerseits geht es darum, die Finanzmärkte sicherer zu machen, andererseits müssen sich gerade diejenigen an den Krisenkosten beteiligen, die sie verursacht haben. Das sind nun einmal nicht die PensionistInnen in Griechenland oder die Jugendlichen in Spanien, sondern die Finanzmarktjongleure", so Regner.

Regner, die auch stv. Mitglied im Beschäftigungsausschuss ist, will eine neue Marschrichtung für die Europäische Union: "Das strikte Sparen führt nur in die nächste Rezession, weil die Wirtschaft nicht wächst, die Arbeitslosigkeit steigt und die Binnennachfrage einbricht. Da müssen wir nun gegenlenken und Geld in die Hand nehmen, um die Beschäftigung anzukurbeln und vor allem die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen." Anlässlich des heutigen Europatags ist sich Regner sicher: "Heute ist ein Tag, an dem wir in die Zukunft blicken müssen. Die Zukunft Europas kann nicht darin liegen, sich kaputt zu sparen und Löhne sowie Sozialausgaben zu kürzen. Die Zukunft kann nur in einem europäischen Sozialmodell liegen, in dem die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger über die Belange der Wirtschaft und der Unternehmen gestellt werden", so Regner abschließend. (Schluss) gd/mp

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